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Steinbrück: Banken müssen Kosten für ihre Rettung selbst tragen

Hamburg Der frühere deutsche Finanzminister Peer Steinbrück hat gefordert, dass der Bankensektor die Kosten für die Rettung angeschlagener Geldhäuser selbst trägt.

«Wenn eine Bank vor der Pleite steht, sollte nicht gleich mit Staatsgeld geholfen werden», sagte Steinbrück dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel». «Zuerst sind Gläubiger und Aktionäre dran.» Der Sozialdemokrat fordert in einem für seine Partei ausgearbeiteten Papier zur Bankenregulierung einen Rettungsschirm für Banken aus deren eigenen Mitteln und plädierte für einen «Banken-ESM». «Der Steuerzahler darf nicht derjenige sein, der letzten Endes für die Risiko-Ignoranz und Fehlspekulationen in Anspruch genommen wird», mahnte Steinbrück. Die Summe für den geplanten Rettungsmechanismus schätzte Steinbrück auf «150 bis 200 Milliarden Euro». Er räumte ein, dass eine zusätzliche Abgabe die Banken weiter belasten werde: «Das wird sich möglicherweise negativ auf ihre Kreditvolumina auswirken.» Die Frage sei aber, was mehr wert sei. «Mir ist es mehr wert, dass es nicht wieder zu solchen Exzessen kommt, die dazu führen können, dass ganze Volkswirtschaften und Gesellschaften aus der Kurve fliegen», sagte Steinbrück. Seiner Einschätzung nach wird der Aufbau eines solchen Rettungsschirms einige Jahre dauern.

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