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Streaming auf dem Vormarsch – der TV-Markt leidet

Die Schweizer haben 2014 mehr Geld für Medien ausgegeben. Der Trend: Den Nutzern ist der Konsum von Inhalten deutlich wichtiger, als diese zu besitzen.

Erfreut sich in der Schweiz grosser Beliebtheit: Ein Mann bedient Netflix auf seinem Tablet. (17. Januar 2010)
Erfreut sich in der Schweiz grosser Beliebtheit: Ein Mann bedient Netflix auf seinem Tablet. (17. Januar 2010)
Elisa Amendola, Keystone

Die Schweizer Medien- und Unterhaltungsbranche ist im letzten Jahr um 3,8 Prozent gewachsen und damit schneller als der Rest der Schweizer Wirtschaft. Insgesamt gaben Konsumenten laut einer Studie 13 Milliarden Franken aus.

Der Schweizer Markt wuchs damit im vergangenen Jahr stärker als noch 2013 ( 2,7 Prozent). Und die Aussichten bleiben intakt: Für das laufende Jahr ist gemäss einer Studie des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens PwC Schweiz mit einem Wachstum von 2,2 Prozent auf 13,3 Milliarden Franken zu rechnen.

Rückgang bei Kinowerbung

Im laufenden Jahr würden der TV- und der Printmarkt am meisten unter dem starken Franken leiden. Bei Kino, Kinowerbung sowie dem Geschäft mit Filmen (Filmed Entertainment) sei weiterhin mit einem Rückgang zu rechnen, aber die digitalen Umsätze dürften ansteigen.

Auch für die folgenden Jahre gehen die Berater von einer jährlichen Wachstumsrate von 2,2 Prozent aus. 2019 dürfte der Umsatz damit auf 14,6 Milliarden Franken ansteigen. Da den Nutzern der Konsum von Inhalten deutlich wichtiger sei, als diese zu besitzen, seien Plattformen, die Inhalte zusammenziehen, Streaming- und Abonnement-Modelle weiter auf dem Vormarsch, stellt die Studie fest.

Konkurrenz wächst

Die Produzenten der Inhalte - ob Spiele, Filme, Musik, Zeitungsartikel oder Magazinbeiträge - rücken laut PwC dadurch in den Hintergrund und müssen ihre Marktposition neu finden. Für die Medienunternehmen bedeute dies, dass mit jedem Digitalisierungsschub die formatübergreifende Konkurrenz wachse - vor allem auch aus branchenfremden Bereichen.

Vernetzung ist laut dem Beratungsunternehmen der Schlüssel zur Weiterentwicklung der gesamten Branche und bietet für die bestehenden Plattformen gewaltiges Potenzial - medienübergreifend und auf allen Geräten. Spiele, Musik, Filme, Artikel aus verschiedensten Zeitungen und Magazinen, zugänglich auf einer Plattform, sind momentan die bevorzugte Art der Mediennutzung.

Neue Wege und Ideen gefordert

Die Zukunft der Unternehmen in der Unterhaltungs- und Medienbranche liege in massgeschneiderten Angeboten, betont Patrick Balkanyi von PwC Schweiz. Schweizer Unternehmen müssten darauf achten, im immer stärker werdenden internationalen Wettbewerb nicht den Anschluss zu verlieren. Sie müssten neue Arten der Zusammenarbeit, neue Arten von Produkten und Geschäftsstrategien und neue Preismodelle prüfen und entwickeln.

SDA/dia

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