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Strenger US-Regeln für Banken bis Ende 2012

Washington Die US-Banken müssen sich im nächsten Jahr auf schärfere Regeln einstellen.

Die Behörden wollten die endgültige Version der sogenannten Volcker-Regel bis Ende 2012 präsentieren, sagte ein Sprecher des amerikanischen Finanzministeriums am Dienstag. Einige Auflagen des geplanten Gesetzes müssten die Institute bereits 2013 umsetzen. Das Finanzministerium koordiniert derzeit eine Gruppe von fünf Behörden, die die nach Ex-Notenbankchef Paul Volcker benannten Richtlinien ausarbeiten. Ihre Einführung ist gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan ein Monat in Verzug. Die Verzögerung sei auf die unterschiedlichen Vorstellungen der Behörden zurückzuführen, sagte der Sprecher. Die US-Aufsichtsbehörden haben im Oktober ihren mit Spannung erwarteten 300 Seiten umfassenden Vorschlag zur schärferen Risikokontrolle vorgelegt und damit in der gesamten Finanzbranche blankes Unverständnis ausgelöst. Vor allem die Bestimmungen zum Wertpapierhandel der Banken auf eigene Rechnung stossen auf Kritik. Ziel des Gesetzes ist es, die Risikofreude zu begrenzen, um eine Wiederholung der Finanzkrise zu verhindern. Unter der Reform sollen die Institute ihren Eigenhandel vom Geschäft mit Vermögenswerten von Kunden abtrennen. Dadurch sollen sich die Volumina auf den kurzfristigen und spekulativen Märkten reduzieren. Es gilt allerdings als sehr schwierig, die beiden Geschäftsbereiche zu unterschieden. Die Volcker-Regel ist Teil des Dodd-Frank-Gesetzes, mit dem Regierung und Kongress 2010 die Lehren aus dem Zusammenbruch der Finanzbranche im Jahr 2008 gezogen haben.

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