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Studie: Menschen in Schwellenländern besonders aktiv im Internet Soziale Netzwerke werden in Industriestaaten weniger genutzt

Bielefeld Menschen in Schwellenländern nutzen das Internet nach einer Studie zwar nicht mehr, aber deutlich intensiver als Leute in Industriestaaten.

So laden Chinesen oder Brasilianer klar mehr Fotos und Texte auf soziale Netzwerke wie Facebook als Europäer. In China seien 54 Prozent der Nutzer von Onlineangeboten besonders aktiv, in Brasilien 48 Prozent, teilte das Marktforschungsinstitut TNS Infratest am Montag unter Berufung auf eine weltweite Studie mit. In Deutschland hingegen seien es nur 36 Prozent, in Japan gar nur 20 Prozent. Die Schweiz wird in der Studie nicht erwähnt. Zwar gibt es in der wöchentlichen Internet-Nutzungsdauer zwischen Industriestaaten und Schwellenländern laut Studie teils nur geringe Unterschiede. Nutzer in Deutschland, Frankreich und den USA seien pro Woche im Schnitt 21 Stunden online - in China seien es 23 Stunden, in Russland 20 Stunden und in Brasilien 16 Stunden. Die Nutzer aus Schwellenländern erzeugten aber mehr neue Onlineinhalte oder teilten diese häufiger in Internetnetzwerken als Nutzer aus Industriestaaten. Besonders intensive Nutzer Sozialer Netzwerke wie Facebook oder MySpace sind die Malaysier (9 Stunden pro Woche), Russen (8,1 Stunden) und Türken (7,7 Stunden). In Lateinamerika, dem Nahen Osten oder China nutzten Internetsurfer im Schnitt 5,2 Stunden pro Woche soziale Netzwerke. In den Industriestaaten sind es durchschnittlich 3,8 Stunden. 9 von 10 laden Fotos hoch Frappant zeigt sich der Nutzungsunterschied daran, wie viele Fotos die Onlinenutzer hochladen: Haben in Thailand schon 92 Prozent Fotos in Netzwerke wie Facebook hochgeladen, sind es in Deutschland 48 Prozent und in Japan 28 Prozent. Ähnlich verhält es sich mit dem Verfassen von Beiträgen in Internetforen oder auf Weblogs. In China hätten bei solchen Internetangeboten schon 88 Prozent der Nutzer Einträge verfasst, in Deutschland 44 Prozent, in den USA nur 32 Prozent. Soziale Netzwerke entwickelten sich der Studie zufolge in den vergangenen Jahren zur beliebtesten Internetanwendung weltweit. Das Schreiben von E-Mails ist demnach die zweitliebste Onlinetätigkeit, gefolgt vom Surfen auf Internetseiten zu eigenen Interessen oder Hobbys. E-Mail ist wichtigste Anwendung Obwohl Internetnutzer für E-Mails nicht die meiste Zeit aufwenden, sind sie der Studie zufolge aber die wichtigste tagtägliche Anwendung. 72 Prozent der Internetnutzer schreiben oder lesen an jedem Wochentag E-Mails. 55 Prozent informierten sich Tag für Tag auf Nachrichten-Internetseiten über das aktuelle Geschehen. TNS Infratest befragte für die Studie in 46 Ländern insgesamt 50'000 Nutzer und deckte damit eigenen Angaben zufolge 88 Prozent der weltweiten Internet-Nutzerschaft ab.

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