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Swisscom-Aktie nach Fastweb-Kaufangebot an schwacher Börse tiefer

Das Angebot der Swisscom zur vollständigen Übernahme der italienischen Tochter Fastweb hat an der Schweizer Börse keine Wellen geworfen.

Die Swisscom-Aktie hat sich am Mittwoch im frühen Handel etwas besser gehalten als der schwache Gesamtmarkt. Bis gegen 10.10 Uhr wurde der Titel zu 395,90 Fr. gehandelt. Das sind 0,5 Prozent weniger als am Vortag. Der Gesamtmarkt SMI lag gleichzeitig mit -0,7 Prozent etwas stärker im Minus. Dagegen schossen die Fastweb-Aktien an der Börse in Mailand um gut ein Drittel auf 18 Euro hoch. Damit ist der Kurs auf das Niveau des Angebotspreises der Swisscom gestiegen, die 18 Euro pro Aktie in bar für die restlichen knapp 18 Prozent des Fastweb-Kapitals bietet. Analysten bezeichneten die Kaufofferte des «Blauen Riesen» als sinnvoll. Dadurch gewinne die Swisscom die vollständige Kontrolle über den Mailänder Breitbandanbieter, schrieb Vontobel-Analyst Serge Rotzer. Der Kaufpreis liege im Rahmen der Erwartungen. Geschickter Zug Der Zeitpunkt für das Angebot sei geschickt gewählt, urteilte ZKB- Analyst Michael Inauen. Einerseits habe der Fastweb-Kurs durch die Turbulenzen um die Mehrwertsteuer- und Betrugsaffäre in Italien stark gelitten. Andererseits sei der Euro-Kurs auf einem historischem Tiefststand, was die Übernahme in Franken günstiger werden lasse. Insgesamt will die Swisscom für die restlichen 17,918 Prozent Fastweb-Aktien, die ihr noch nicht gehören, 256,43 Mio. Euro auf den Tisch legen. Das wären nach aktuellem Stand 330,6 Mio. Franken. Da Fastweb bereits vollkonsolidiert sei, sei der Einfluss der Vollübernahme auf die Erfolgsrechnung der Swisscom begrenzt. Positiv sei, dass durch den Rückzug von der Börse die Kosten für die Kotierung der Fastweb-Aktie wegfallen würden, urteilten die Analysten. Einziger Wermutstropfen sei, dass die Dividende der Swisscom tiefer ausfallen dürfte als erwartet. Rotzer rechnet mit maximal 22 Fr. Dividende pro Swisscom-Aktie nach 20 Fr. im Vorjahr. Zudem bestehe immer noch das Risiko einer Gollwill-Abschreibung. Die Swisscom habe durch die Mehrheitsübernahme bei Fastweb im Jahre 2007 noch einen Goodwill von 2,6 Mrd. Fr. in den Büchern. Damals hatte sie für die Übernahme von 82,08 Prozent des Fastweb-Kapitals 47 Euro pro Aktie bezahlt.

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