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Swissmem zweifelt an Umsetzung der Energiestrategie des Bundes

Der Branchenverband der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie, Swissmem, hegt grosse Zweifel, dass die Massnahmen für die Energiestrategie 2050 umgesetzt werden können.

Die Annahmen des Bundes seien unrealistisch, sagte Swissmem- Präsident Hans Hess. «Wir sind nicht grundsätzlich gegen diese Strompolitik», sagte Hess am Mittwoch vor den Medien in Bern. «Doch wir machen uns grosse Sorgen, dass es zu Einschnitten für die Unternehmen kommen wird.» Der Bundesrat überschätze die Energie- und Effizienzeinsparungen massiv. Auch das Produktionspotential für Strom aus Erneuerbaren sei zu hoch angesetzt. Die Versorgungssicherheit für die Industrie sei nicht verhandelbar. Sie müsse jederzeit gegeben sein, betont Hess. Schon kleine Unterbrüche würden zu Produktionsausfällen, Schäden an den Produktionsanlagen sowie Lieferverzögerungen und damit zu immensen Schäden führen. Die momentane Situation in der MEM-Industrie ertrage aber keine zusätzlichen Belastungen mehr. Mit dem Ausstieg aus der Atomenergie fielen 40 Prozent Bandenergie weg. Dazu müssten dringend neue Anlagen im Inland gebaut werden, fordert Swissmem. Unter anderem brauche es dazu Gaskraftwerke und die dazu erforderliche Anpassung des CO2-Gesetzes, damit ein wirtschaftlicher Betrieb dieser Kraftwerke ermöglicht werden könne. Weiter sei der Bau neuer, grosser Pumpspeicherkraftwerke unabdingbar. Nur so könne die geplante Menge Solarstrom für die kalten Wintermonate gespeichert werden. Überdies erachtet Swissmem den Ausbau der Netze sowie den Abschluss eines bilateralen Strommarktabkommens mit der EU als zwingend nötig. Der Bundesrat will den schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie mit der Energiestrategie 2050 ermöglichen. Die Regierung setzt dabei auf einen Mix aus zahlreichen Massnahmen. Im Vordergrund steht ein Effort beim Stromsparen und bei den erneuerbaren Energien. Notiz an die Redaktion: AWP-Video von Hans Hess zur Energiestrategie 2050 erhältlich

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