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Telekom Swisscom, Sunrise und Orange mit Auktionsergebnis zufrieden

Swisscom, Sunrise und Orange zeigen sich mit dem Ergebnis der Mobilfunkauktion zufrieden.

Man habe das bekommen, was man gewollt habe, erklärten alle drei Telekomunternehmen am Donnerstag. Im Vergleich zu heute werde der Swisscom künftig doppelt so viel Frequenzspektrum zur Verfügung stehen, schrieb die Nummer eins der Branche in einem Communiqué. Der Swisscom sei es gelungen, gut 42 Prozent der für den Mobilfunk verfügbaren Frequenzbänder zu ersteigern. Insgesamt hat sich der «Blaue Riese» ein Frequenzspektrum von 255 Megahertz gesichert. Das ist deutlich mehr als bisher (93,8 MHz). Sunrise und Orange haben je 160 MHz erhalten. Derzeit verfügt Orange über ein Frequenzspektrum von 99,4 MHz und Sunrise über 96,2 MHz. Sunrise zahlt am meisten Obwohl die Swisscom das grösste Frequenzspektrum erworben hat, bezahlt sie mit 359,8 Millionen Fr. deutlich weniger als Sunrise, das mit 481,7 Millionen Fr. am meisten Geld auf den Tisch legt. Orange überweist mit 154,7 Millionen Fr. am wenigsten. Die Unterschiede hängen von den Geboten der drei Konzerne für die einzelnen Frequenzpakete ab, die sie erwerben wollten. Begehrt waren unter anderem die Frequenzen (800 MHz Band), die nach dem Abschalten des von Fernsehsendemasten verbreiteten analogen TVs frei wurden und diejenigen im 900 MHz Band. Diese bieten eine grosse Reichweite und ermöglichen einen guten Empfang auch im Keller. Damit sind sie für die Abdeckung auf dem Land besonders geeignet. Höhere Frequenzen bieten sich dank höheren Übertragungsgeschwindigkeiten grundsätzlich vor allem in Ballungszentren an. Ausbau des Handynetzes «Wir haben das bekommen, was wir wollten und das verteidigt, was wir haben», sagte Sunrise-Sprecher Michael Burkhardt auf Anfrage. Sunrise habe fast 40 Prozent der wertvollen tiefen Frequenzbänder erworben. Orange habe dagegen den Fokus auf die 1,8 Gigahertz und 2,1 GHz- Frequenzen gelegt. Der Grund dafür sei, dass das heutige Orange-Netz bereits grösstenteils diese Frequenzen benutze und aufgrund der dichteren Netzbauweise deutlich grössere Übertragungskapazitäten biete. Dies war für Orange wichtig angesichts des durch Alleskönnerhandys und Tabletcomputer massiv gestiegenen Datenvolumens. Die Swisscom kaufte fast in allen Frequenzbändern dazu. Mit den gekauften Frequenzen wollen alle drei Telekomunternehmen ihr Mobilfunknetz bei Geschwindigkeit und Kapazität ausbauen. Alle drei planen die Einführung der neuen Mobilfunkgeneration LTE (Long Term Evolution), die viel höhere Übertragungsgeschwindigkeiten bietet.

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