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Textil- und Bekleidungsindustrie: Einbruch beim Export in 2010 Wenig Hoffnung auf Besserung in 2011

Die wirtschaftliche Situation der Schweizer Textil- und Bekleidungsindustrie bleibt schwierig.

Im Jahr 2010 ist die Wertschöpfung gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent auf 1,14 Milliarden Fr. zurückgegangen. Die Zahl der Beschäftigten sank um 2,8 Prozent auf 13'800. Besonders gelitten habe die Branche unter dem starken Einbruch der Exporte, sagte Max Hungerbühler, Präsident des Textilverbandes Schweiz (TVS) am Freitag vor den Medien in Zürich. Gesamthaft fiel der Export um 7,5 Prozent schwächer aus. Insgesamt setzte die Branche noch 3,15 Milliarden Franken im Exportgeschäft um. Allerdings entwickelten sich Textil- und Bekleidungsindustrie unterschiedlich. Während die Exporte der Textilindustrie gegenüber dem Vorjahr um 4,1 Prozent auf 1,67 Milliarden Franken zulegte, gingen die Bekleidungsexporte um 17,8 Prozent auf 1,48 Milliarden Fr. zurück. Überdurchschnittlich gut entwickelt haben sich die Textilexporte in den Hauptabsatzmärkten Deutschland, Italien, Frankreich, Österreich und USA, wo sie um 9,3 Prozent anstiegen. Deutlich schlechter sah es dagegen bei der Bekleidung aus, wo der Export in die Hauptabsatzmärkten um bis zu 43,6 Prozent zurückging. Eine Ausnahme bildete Deutschland mit einer Zunahme von 41,5 Prozent. Auch bei der Wertschöpfung entwickelten sich Textil und Bekleidung unterschiedlich. Der Bereich Textilindustrie verbesserte sich um 1,9 Prozent auf 870 Millionen Fr., während die Bekleidungsindustrie einen Rückgang von 10,2 Prozent auf 270 Millionen Fr. verzeichnete. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Importen, die sich gesamthaft um 1,4 Prozent auf 7,68 Milliarden Fr. verringerten. Die Textilimporte stiegen um 3,8 Prozent auf 2,15 Milliarden Fr., die Bekleidungsimporte sanken um 3,4 Prozent auf 5,53 Milliarden Franken. Wichtigster Handelspartner sowohl beim Ex- als auch beim Import war auch im Jahr 2010 die EU. Handlungsbedarf seitens der Politik «Als wichtigster Handelspartner lässt das zu erwartende deutsche Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent auf eine zunehmende Nachfrage im laufenden Jahr hoffen,» sagte Hungerbühler. Auch in den Schwellenländern könnten sich neue Absatzmärkte eröffnen. Trotzdem sieht der TVS für das laufende Jahr noch keinen Silberstreif am Horizont. Sorgen bereiten der anhaltend starke Franken. Viele Exporteure seien gezwungen, die Preise zu senken, um Aufträge nicht zu verlieren, sagte Hungerbühler. Dies wirke sich negativ auf die Marge aus und gefährde das Überleben zahlreicher Betriebe. Handlungsbedarf sieht der Verband von Seiten der Politik und zwar in den Bereichen Aussenwirtschaft, Arbeitgeber- und Sozialpolitik, Bildung sowie Umwelt- und Energiepolitik. «Noch immer gibt es zu viele staatliche Regulierungen und administrative Arbeiten, welche den Unternehmen das Leben erschweren,» sagte Hungerbühler. Notiz an die Redaktion: folgt Extra mit Beispielen für innovative Produkte

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