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Tokio-Börse erlebt längste Durststrecke seit 20 Jahren

Tokio Die Euro-Krise hält Asiens Börsen weiter in Schach.

Der japanische Aktienmarkt beendete am Freitag die achte Handelswoche in Folge mit Kursverlusten. Das ist die längste Durststrecke seit 20 Jahren. Zwar wagten sich vereinzelt Schnäppchenjäger aus der Deckung. Wegen der Unsicherheit über den Verbleib Griechenlands in der Euro- Zone sowie über die Erholung der Weltwirtschaft hielten die Anleger aber insgesamt die Füsse still und vermieden Risiken. In Tokio beendete der 225 Werte umfassende Nikkei-Index den Handel 0,2 Prozent höher mit 8580 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index schloss kaum verändert mit 722 Zählern. «Gekauft werden vor allem Titel, die in den vergangenen Tagen in grossem Umfang verkauft wurden», sagte ein Händler eines europäischen Brokerhauses. Dazu gehörten etwa die Aktien des Kameraherstellers Canon, die 2,2 Prozent an Wert gewannen. Daneben wurde nach Aktien von Branchen gegriffen, die nicht so stark von der Konjunktur abhängen. Zu den Gewinnern zählte ferner Japan Tobacco. Der drittgrösste Zigarettenhersteller der Welt hatte am Donnerstag nach Marktschluss mitgeteilt, den belgischen Tabakproduzenten Gryson übernehmen zu wollen, worauf der Aktienkurs 5,2 Prozent anzog. Eine Kurseinbusse von 4,5 Prozent musste dagegen der Unterhaltungselektronikhersteller Sony hinnehmen. Auch an den meisten anderen asiatischen Börsen hielt die Talfahrt am Freitag an. Der MSCI-Index für Aktien der Asien-Pazifik-Region mit Ausnahme Japans lag 0,6 Prozent im Minus. Er steuerte damit auf die dritte Woche mit Verlusten hintereinander zu.

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