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TUI steigert Gewinn trotz Nordafrika-Unruhen

Hannover Europas grösster Reisekonzern TUI hat den Gewinn trotz Belastungen durch die Unruhen in Nordafrika und schwächerer Geschäfte in der Containerschifffahrt gesteigert.

Der Überschuss ist im Geschäftsjahr 2010/11 um 4 Prozent auf 118 Millionen Euro geklettert, wie TUI am Mittwoch mitteilte. Als Gründe für das Wachstum nennt TUI das besser laufende Tourismusgeschäfts sowie das Durchsetzen von höheren Preisen. Dabei schlugen wegen der politischen Umwälzungen in Nordafrika immerhin Belastungen von 83 Millionen Euro zu Buche. Den Kosten für Umbuchungen von Reisen in diese Gebiete standen jedoch höhere Erträge gegenüber, weil viele Touristen nach Spanien auswichen. Dadurch konnten insbesondere die Hotels auf den Kanarischen Inseln besser ausgelastet werden. Den Betriebsgewinn vermochte TUI leicht zu steigern, und zwar auf 600 Millionen Euro. Der Umsatz seinerseits stieg um 7 Prozent auf 17,5 Milliarden Euro, den grössten Teil davon erwirtschaftete die Tochter TUI Travel. Auf ihren 38-Prozent-Anteil an der Reederei Hapag-Lloyd verbuchte TUI einen Verlust von 2 Millionen Euro. Der hohe Preiskampf auf den Weltmeeren, die Konjunkturabkühlung sowie steigende Treibstoffkosten machten Hapag-Lloyd zu schaffen. Im Vorjahr hatte TUI dank der Reederei noch 150 Millionen Euro Gewinn eingestrichen und sich nur dadurch in den schwarzen Zahlen gehalten. Nun sollen die Hapag-Lloyd- Anteile verkauft werden. Die Schweizer Tochter TUI Suisse hatte bereits vergangene Woche ihre Geschäftszahlen präsentiert: Sie steigerte den Betriebsgewinn im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent auf 7,2 Millionen Franken, musste beim Umsatz allerdings einen Rückgang um 3,4 Prozent auf 616 Millionen Fr. hinnehmen.

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