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UBS: Erstmals wieder Gewinn, aber dennoch kleinerer Bonitopf

Letztes Jahr war die Empörung gross, als die Grossbank UBS einen Jahresverlust von 2,7 Milliarden

Fr. vermelden musste, ihren Mitarbeitern aber dennoch Boni in der Höhe von rund 4,8 Milliarden Fr. verteilte. Nun ist's anders: Die UBS schreibt wieder Gewinne, die Boni fürs 2009 fallen aber tiefer aus als noch im Jahr zuvor. Der Verwaltungsrat habe fürs Geschäftsjahr 2010 einen Bonuspool von 4,32 Milliarden Fr. genehmigt, teilte die Grossbank am Dienstag mit. Gegenüber 2009 entspricht dies gemäss UBS einem Rückgang von 10 Prozent. Mehr als ein Drittel der Boni, genau 1,55 Milliarden Franken, werden zudem aufgeschoben und erst in einigen Jahren ausbezahlt. Bei besonders gut verdienenden Mitarbeitern wird sogar noch ein deutlich höherer Teil des Bonus aufgeschoben. Bei Konzernleitungsmitgliedern werde 76 Prozent der Bonuszahlung nicht sofort ausgerichtet. Ihre Zuteilung erfolgt um bis zu fünf Jahre verzögert und ist zudem von den künftigen Ergebnissen der Bank abhängig. Strengen Verfallsbedingungen unterliegen die Boni auch bei den anderen Mitarbeitern, die inkl. Bonus mehr als 250'000 US-Dollar verdienen. Sie erhalten mindestens 60 Prozent ihres Bonus gestaffelt über drei Jahre hinweg in Form von gesperrten Aktien. Gemäss UBS wurde der Hebeleffekt, der je nach Geschäftsergebnis zu massiv höheren Boni führen könnte, bei den Zahlungen an Konzernleitungsmitglieder stark reduziert. Bei allen übrigen Mitarbeitern wurde er sogar gänzlich eliminiert. Die Höhe ihres Bonus hängt nur noch vom künftigen Wert der UBS-Aktien ab sowie bei einzelnen Personen auch von der Leistung ihres Bereichs. Mit der Neugestaltung des Bonussystems folgt die UBS den neuen Richtlinien der Eidg. Finanzmarktaufsicht (Finma). Diese wurden im Herbst 2009 erlassen, nachdem die Riesenverluste der Banken eine weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise ausgelöst hatten.

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