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Übernahmekampf: Foster's erteilt SABMiller erneut Absage

London/Southbank Victoria Der weltweit zweitgrösste Brauereikonzern SABMiller muss im milliardenschweren Übernahmekampf um die australische Foster's Group einen neuen Rückschlag hinnehmen.

Foster's lehnt auch das zweite Angebot über 9,5 Milliarden australischen Dollar (7,6 Milliarden Franken) ab. Der Verwaltungsrat habe das Tags zuvor unterbreitete Angebot des britischen Konkurrenten als zu niedrig eingestuft und abgewiesen, teilte Foster's am Donnerstag mit. Damit steigt nach Einschätzung von Analysten der Druck auf SABMiller, die Milliardenofferte für den grössten Brauereikonzern Australiens zu erhöhen. Nachdem Foster's das freiwillige Übernahmeangebot von SABMiller im Juni zurückgewiesen hatte, versuchten die Briten es am Mittwoch mit einer feindlichen Offerte und wandten sich direkt an die Aktionäre. SABMiller bietet wie bereits im Juni rund 4,90 Australische Dollar (knapp 4 Franken) pro Aktie. Der Konzern muss von mindestens 90 Prozent der Aktienhalter unterstützt werden. Das SABMiller-Management begründete den neuen Übernahmeversuch damit, dass Foster's «keine Bereitschaft zu Gesprächen» gezeigt habe. SABMiller ist die weltweite Nummer zwei bei den Brauereikonzernen nach AB Inbev und bekannt für Biermarken wie Pilsner Urquell oder Miller. Der Konzern ist vor allem in Wachstumsregionen engagiert. Foster's hat neben dem gleichnamigen Lager auch Carlton Draught und Corona im Programm. Eine Übernahme von Foster's wäre die grösste Akquisition auf dem Biermarkt seit 2008. Damals hatte die belgische Inbev-Gruppe den Konkurrenten Anheuser-Busch aus den Vereinigten Staaten geschluckt.

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