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Uhrenindustrie Gewerkschaft Unia fordert materielle Fortschritte

Die Gewerkschaft Unia fordert materielle Fortschritte und mehr Lebensqualität im neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für die Uhrenindustrie.

Neben einer zusätzlichen Ferienwoche für alle, sollen unter anderem Mindestlohn und Kinderzulagen erhöht und Mutter- und Vaterschaftsurlaub verlängert werden. Die GAV-Verhandlungen in der Uhren- und Mikrotechnikindustrie sollen Mitte Oktober beginnen. Am Montag hat die Gewerkschaft Unia in Neuenburg ihre Forderungen vorgestellt. In den vergangenen Jahren seien in der Branche fast 5000 Stellen verloren gegangen, sagte Jean-Claude Rennwald, Mitglied der Unia- Geschäftsleitung. Die Beschäftigten hätten sich stark einschränken müssen. Da die Exporte der Uhrenindustrie in einem Jahr um 20 Prozent zugenommen hätten, könne man jetzt Ansprüche stellen. Die Unia fordert eine deutliche Erhöhung der Mindestlöhne auf 3600 Fr. für Ungelernte und 4200 Fr. für gelernte Beschäftigte. Der Arbeitgeberbeitrag an die Pflegekosten und die Familienzulagen sollen ebenfalls angehoben werden. Die starke Produktivitätssteigerung in der Uhrenindustrie bringe für die Beschäftigten immer mehr Stress. Als Kompensation forderte Catherine Laubscher, Regionalsekretärin der Unia Neuenburg, eine zusätzliche Ferienwoche für alle. Der bezahlte Mutterschaftsurlaub soll nach dem Willen der Gewerkschaft von 16 auf 18 Wochen verlängert werden. Der Vaterschaftsurlaub soll von 3 auf 10 Tage ausgeweitet werden. Die vergangenen zwei Jahre seien für die Beschäftigten der Uhrenindustrie sehr hart gewesen, erklärte Pascal Crespin, Gewerkschaftssekretär Unia Neuenburg. Es habe sich gezeigt, dass GAV- Verbesserungen, insbesondere ein verbesserter Kündigungsschutz für ältere Beschäftigte notwendig seien. Auch die AHV-Überbrückungsrente bei vorzeitiger Pensionierung zwei Jahre vor dem ordentlichen Rentenalter soll verdoppelt werden.

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