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15 Zwangsarbeiter aus Zara-Schneiderei befreit

Gegen die Textilkette Zara wird in Brasilien wegen des Verdachts auf Zwangsarbeit ermittelt. Zara soll Arbeitnehmer unter Bedingungen beschäftigen, die an Sklaverei grenzen.

Der Verdacht wiegt schwer: Bei der Modekette Zara sollen Arbeitnehmer schlecht behandelt werden.
Der Verdacht wiegt schwer: Bei der Modekette Zara sollen Arbeitnehmer schlecht behandelt werden.
Reuters

Die Staatsanwaltschaft habe ihre Ermittlungen im Mai aufgenommen und in Americana, 130 Kilometer südlich von Sao Paulo, 52 Bolivianer entdeckt, die schwarz und unter gesundheitsschädlichen Bedingungen gearbeitet hätten. Dabei seien Kleider der Marke Zara sichergestellt worden.

Zara nehme Dienste eines brasilianischen Subunternehmers in Anspruch, der wiederum mit mehreren illegalen Schneiderateliers zusammenarbeite. Die Bolivianer hätten «im Schnitt 14 Stunden am Tag unter entwürdigenden Bedingungen gearbeitet», sagte der Sprecher. Zudem seien die hygienischen Zustände in den Unterkünften sehr bedenklich gewesen.

Bereits 50 Bussen ausgesprochen

Zwei weitere Schneidereien, die Kleider für Zara herstellten, seien in Sao Paulo entdeckt worden. Eine Nichtregierungsorganisation hatte gestern mitgeteilt, dass Ende Juli 15 Zwangsarbeiter aus diesen Ateliers befreit worden seien.

Der spanische Mutterkonzern Inditex, der dank Zara zum grössten Kleiderkonzern der Welt aufstieg, räumte daraufhin Unregelmässigkeiten ein. Nach Angaben des brasilianischen Arbeitsministeriums wurden gegen Zara wegen zahlreicher Unregelmässigkeiten bereits mehr als 50-mal Bussgelder verhängt.

SDA/pbe

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