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9000 UBS-Angestellte müssen ihre Unschuld belegen

Mitarbeiter, die gegen die Regeln verstiessen, kosteten die UBS jüngst Milliardenbeträge. Nun will die Schweizer Grossbank ihren Angestellten genauer auf die Finger schauen.

Will bei den Mitarbeitern mehr Transparenz schaffen: Die UBS.
Will bei den Mitarbeitern mehr Transparenz schaffen: Die UBS.
Keystone

Nach hohen Geldstrafen wegen Regelverstössen durch Mitarbeiter schaut die Schweizer Grossbank UBS ihren Angestellten genauer auf die Finger.

Der Kreis der Mitarbeiter, die der Personalabteilung einen Auszug aus dem Strafregister und dem Betreibungsregister vorlegen müssen, wird ausgeweitet, wie ein Sprecher der Bank am Montag einen Bericht des Banken-Blogs «Inside Paradeplatz» bestätigte.

15 Prozent der Belegschaft betroffen

Der Schritt sei Teil der Strategie, die Risiken im täglichen Geschäft zu reduzieren. Betroffen sind zusätzlich rund 9000 Mitarbeiter oder etwa 15 Prozent der Belegschaft. Während sich die obere Führungsebene schon bisher einer solchen Überprüfung unterziehen musste, will die Bank nun auch mehr Informationen von Spezialisten mit Zugang zu sensiblen Informationen.

Die grösste Schweizer Bank war in den letzten Jahren in eine Reihe von Skandalen verwickelt. Weil Angestellte an Manipulationen des Referenzzinses Libor beteiligt waren, zahlte UBS eine Strafe von rund 1,5 Milliarden Dollar. 2011 verursachte ein Händler in London mit unerlaubten Spekulationen einen Schaden von mehr als zwei Milliarden Dollar.

Mängel im Kontrollsystem

Im Zusammenhang mit dem Libor-Skandal stellte die Schweizer Bankenaufsicht Finma erhebliche Mängel im internen Kontrollsystem der Bank und damit verbunden hohe operationelle Risiken fest. Um solche Risiken abzufedern, verdonnerte die Finma die Bank Ende 2013 dazu, zusätzlich Eigenkapital zurückzulegen.

Die Wettbewerbskommission (Weko) untersucht, ob die UBS neben anderen Instituten auch in mutmassliche Manipulationen von Devisenkursen verwickelt ist.

Auch Dark Pools sollen überprüft werden

In den USA nehmen Behörden in einer branchenweiten Prüfung auch das Geschäft der Schweizer mit ausserbörslichen Handelsplattformen, sogenannten Dark Pools, unter die Lupe. Insgesamt hat die Bank zur Regelung von Rechtsfällen und regulatorischen Risiken knapp zwei Milliarden Franken zurückgelegt.

SDA/mrs

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