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Air Berlin verkleinert Flotte

Die deutsche Fluggesellschaft reagiert auf ihre schlechte Bilanz: Das Unternehmen verkauft acht Flugzeuge und streicht Strecken aus dem Angebot. Zudem hat Konzernchef Hunold den Rücktritt bekannt gegeben.

Einschnitte in der Flotte: Flugzeug der Air Berlin auf dem Flughafen Tegel. (Archivbild)
Einschnitte in der Flotte: Flugzeug der Air Berlin auf dem Flughafen Tegel. (Archivbild)
Keystone

Die zweitgrösste deutsche Fluggesellschaft Air Berlin dünnt ihr Streckennetz aus, um aus der Verlustzone zu kommen. Die Flotte soll um acht Flugzeuge verkleinert und unrentable Strecken sollen gestrichen werden, kündigte das Unternehmen an.

Air Berlin werde sich teilweise von Regionalflughäfen zurückziehen und sich auf die Drehkreuze Berlin, Düsseldorf, Palma de Mallorca und Wien konzentrieren. Wie bereits vor einer Woche mitgeteilt, soll die Kapazität im zweiten Halbjahr insgesamt um mehr als eine Million Sitzplätze verringert werden.

Die Gesellschaft reagiert damit auf die schlechte Geschäftsbilanz des zweiten Quartals. Das Betriebsergebnis (Ebit) lag im Zeitraum April bis Juni bei minus 32,2 Millionen Euro, das waren 4,0 Millionen Euro weniger als vor einem Jahr. Das Defizit kam trotz eines deutlich gestiegenen Umsatzes zustande. Dieser lag bei 1,12 Milliarden Euro, ein Plus von 27 Prozent verglichen mit dem zweiten Quartal 2010.

Hunold tritt ab

«Um profitabel zu werden, müssen wir Einschnitte in unser Streckennetz und in unserer Flotte vornehmen», sagte Konzernchef Joachim Hunold. Gestrichen würden zum Beispiel die Strecken Frankfurt–Hamburg, Frankfurt–Neapel, Stuttgart–St. Petersburg und Düsseldorf–Paris.

Der Vorstandsvorsitzende der zweitgrössten deutschen Fluggesellschaft legt sein Amt nieder. Wie das Unternehmen nach der Ankündigung eines drastischen Sparprogramms mitteilte, soll der frühere Bahn-Vorstandsvorsitzende Hartmut Mehdorn Interimsnachfolger werden. Hunold tritt zum 1. September zurück. Er sei zu der Überzeugung gekommen, dass ein Führungswechsel das jetzt eingeleitete Sparprogramm nur beschleunigen könne, wird Hunold in der Mitteilung zitiert.

Der Manager wolle der Gesellschaft weiterhin als Non-Executive Director verbunden bleiben, hiess es weiter. Sein Nachfolger Mehdorn ist bereits Mitglied des Board of Directors der Gesellschaft. Air Berlin ist eine Aktiengesellschaft nach britischem Recht und seit Mai 2006 börsennotiert. Hunold hatte Air Berlin 1991 übernommen.

SDA/kpn

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