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Alitalia soll 300 Millionen zurückzahlen

Italiens schwer angeschlagene Fluggesellschaft Alitalia darf laut EU-Kommission privatisiert werden. Die Kommission stellt aber auch Bedingungen. Ein Staatskredit muss zurückerstattet werden.

Die EU-Kommission hat dem Rettungsplan für die bankrotte Alitalia zugestimmt. Sie will die Privatisierung jedoch minutiös begleiten. Zudem muss aus dem Verkauf eine illegale Beihilfe von 300 Millionen Euro an den Staat zurückbezahlt werden.

Dieser Überbrückungskredit, den Rom der Fluggesellschaft Alitalia im vergangenen April gewährt hatte, widerspricht laut der EU-Kommission den EU-Wettbewerbsregeln. Er muss aus dem Erlös des Verkaufs des alten Unternehmens zurückbezahlt werden, wie EU- Verkehrskommissar Antonio Tajani vor den Medien ausführte.

Für die Übernahme von Alitalia gibt es nur noch einen Bieter, die Investorengruppe CAI. Daher wird die EU-Kommission durch einen unabhängigen Treuhänder, der seine Arbeit bereits in zwei Tagen aufnehmen soll, sicherstellen, dass der Verkauf zu Marktbedingungen erfolgt.

Bereits zwei Wochen später soll dieser Treuhänder der EU-Kommission Bericht erstatten. Er wird jedoch auch danach den Verkauf begleiten. Sollte es zu Unregelmässigkeiten kommen, werde die EU-Kommission erneut ein Untersuchungsverfahren starten, drohte der italienische Kommissar.

Weiterhin Widerstand der Belegschaft

Der Verkauf ist jedoch noch bei weitem nicht unter Dach: Die Alitalia-Belegschaft protestierte heute erneut mit einem wilden Streik gegen das Arbeitsvertragsmodell, das die Investorengruppe vorgelegt hat. Laut Alitalia wurden mindestens 50 Flüge gestrichen. Bereits am Dienstag waren wegen des unangemeldeten Streiks 124 Flüge ausgefallen.

CAI will die gesunden Teile der Fluggesellschaft mit dem kleineren Rivalen Air One verschmelzen. Um die Überlebenschancen zu verbessern, ist die Regierung in Rom zudem weiterhin auf der Suche nach einem ausländischen Grossaktionär.

SDA/vin

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