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Argentinischer Fussballer soll Geld in der Schweiz versteckt haben

Unter den argentinischen Steuersündern, welche mit Hilfe von HSBC Gelder parkierten, habe es auch TV-Betreiber und Abgeordnete. Es geht um insgesamt 2,4 Milliarden Euro.

Hier sollen Fussballer, Politiker und Medienunternehmen Unterschlupf gefunden haben: HSBC-Filiale in Buenos Aires. (28. November 2014)
Hier sollen Fussballer, Politiker und Medienunternehmen Unterschlupf gefunden haben: HSBC-Filiale in Buenos Aires. (28. November 2014)
Keystone

Ein früherer Fussballprofi, der führende Kabelfernsehenbetreiber und ein Abgeordneter sind unter den 4000 argentinischen Steuerflüchtigen, die ihr Geld auf geheimen Schweizer Bankkonten geparkt haben sollen. Das teilte Argentiniens Steuerbehörde AFIP am Freitag mit.

Die Enthüllungen der Behörde kommen einen Tag, nachdem Argentinien der Grossbank HSBC Beihilfe zur Steuerflucht vorgeworfen hatte. Vor einem Bundesgericht erhob AFIP offiziell Anklage gegen die argentinische Zweigstelle von HSBC. Es geht um einen Gesamtbetrag von umgerechnet rund 2,4 Milliarden Euro.

Hinweise kommen aus Frankreich

Dem Steueramt zufolge wurde das Geld mit Hilfe von Mittelsmännern und Offshore-Konten in die Schweiz gebracht. Nach Angaben von AFIP kamen die entsprechenden Hinweise aus Frankreich, wo gegen HSBC seit vergangener Woche auch wegen mutmasslicher Beihilfe zur Steuerflucht ermittelt wird. In Belgien muss sich das Geldhaus wegen organisiertem Steuerbetrug verantworten. Ob der Betrieb der Bank in Argentinien nun eingestellt wurde, wollte Behördenchef Ricardo Echegaray nicht sagen.

Die staatliche Nachrichtenagentur Télam veröffentlichte die Liste der betroffenen Konten am Freitag. Darunter sind auch diejenigen des Kabelfernsehenbetreibers Cablevision, von hochrangigen Vertretern der grössten argentinischen Mediengruppe Grupo Clarin, der Oppositionsabgeordnete Alfonso Prat-Gay und ein früherer Fussballspieler des argentinischen Erstligisten Club Atlético Vélez Sarsfield.

HSBC teilte mit, man respektiere die Gesetze in Argentinien und habe sich nichts zuschulden kommen lassen. Zudem stellte HSBC Argentinien klar, dass es keine Konten in der Schweiz habe. Doch auch Konten von leitenden HSBC-Angestellten aus Argentinien tauchten auf der Liste der Steuerbehörde auf.

SDA/chk

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