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Ascom will letztes Berner Standbein verkaufen

Die Ascom hat im ersten Halbjahr 2011 in einem herausfordernden Umfeld einen massiven Rückgang des Reingewinns auf 9,0 Millionen Franken erlitten. Die Ascom-Führung plant nun den Verkauf der Sparte Security-Communications. Das sind die letzten verbleibenden Arbeitsplätze in Bern.

Litt unter den Wechselkursen: die Ascom.
Litt unter den Wechselkursen: die Ascom.
Walter Pfäffli

Begründet wird der starke Rückgang mit Wechselkursverlusten von 6,6 Millionen Franken sowie mit einmaligen Kosten von 1,4 Millionen Fr. für die frühzeitige Auflösung eines Bankkredites.

Der Umsatz sank von 281,2 Millionen auf 253,1 Millionen Franken. Währungs- und devestitionsbereinigt sei die Umsatzentwicklung weitgehend stabil und im Rahmen der Company Guidance ausgefallen, teilte der Technologiekonzern am Donnerstag mit. Der Auftragseingang ging währungs- und devestitionsbereinigt um 1,6 Prozent auf 277,1 Millionen Fr. zurück.

Das Betriebsergebnis (Ebitda) auf Gruppenstufe sank von 33,9 Millionen auf 29,6 Millionen Franken.

Mitarbeiter in Bern betroffen

Wie Ascom weiter mitteilte, will sich der Konzern künftig auf die Divisionen Wireless Solutions und Network Testing fokussieren - für die dritte und kleinste Division Security Communication würden neue Eigentümer gesucht. Aufgrund des kleinen Schweizer Heimmarktes seien die Wachstumsmöglichkeiten beschränkt und mit deutlichen Risiken behaftet, begründet das Unternehmen den Entscheid.

Die Sparte Security Communication beliefert die Schweizer Armee mit Funklösungen. Es ist ihr aber nicht gelungen, im erhofften Ausmass ausländische Armeen als Kunden zu gewinnen. Vom Verkauf wären rund 250 Mitarbeiter in Bümpliz betroffen.

Strategische Flexibilität erhöht

Zusätzlich prüfe Ascom laufend die Möglichkeiten gezielter und wertvermehrender Akquisitionen. Dank einer neu abgeschlossenen Kreditfazilität sei die strategische Flexibilität der Gruppe weiter erhöht worden.

Für das Gesamtjahr 2011 erwartet Ascom für die weitergeführten Geschäfte eine Ebitda-Marge von 13 bis 14 Prozent, sofern sich das wirtschaftliche Umfeld und die Währungssituation im zweiten Halbjahr nicht noch weiter verschlechtern sollten. Bis dato wurde auf Gruppenstufe eine Ebitda-Marge von 11,5 bis 12,5 Prozent in Aussicht gestellt.

Die Gruppe erwarte ein «starkes» zweites Halbjahr 2011, heisst es weiter. Allerdings blieben die Turbulenzen an den Finanzmärkten ein Unsicherheitsfaktor.

SDA/sny

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