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Bankengruppe Valiant schliesst sechs Filialen im Kanton Bern

Die Berner Bankengruppe Valiant reagiert auf das aktuelle schwierige Marktumfeld: Das Unternehmen strafft einerseits seine Organisation und macht andererseits sechs Geschäftsstellen im Kanton Bern dicht.

Valiant strafft das Filialnetz.
Valiant strafft das Filialnetz.
Keystone

Die Valiant Gruppe weist für das erste Halbjahr 2011 bei leicht höheren Kundenausleihungen und Kundengeldern einen Konzerngewinn von 66 Millionen Franken aus (Vorjahr: 70 Millionen Franken), wie die Berner Bankengruppe am Freitag mitteilte.

Tochterfirmen werden fusioniert

Zu schaffen machen Valiant die aktuellen Turbulenzen. Die Leitung der Gruppe hat deshalb ein Effizienzsteigerungsprogramm eingeleitet: Valiant vereinfacht die Gruppenstruktur und strafft ihr Geschäftsstellennetz. Der anlässlich der Halbjahresmedienkonferenz vorgestellte Plan sieht die Zusammenlegung der vier Tochterbanken Valiant Bank, Valiant Privatbank, Spar + Leihkasse Steffisburg und Banque Romande Valiant unter dem Dach der Valiant Bank vor.

«Mit dem Zusammenschluss der vier Tochterbanken vereinheitlichen wir unseren Marktauftritt und stärken damit die Marke Valiant», sagt Michael Hobmeier, CEO der Valiant Holding, zur Vereinfachung der Gruppenstruktur. «Zudem wird durch die Straffung der Strukturen die Führung vereinfacht und es werden Kosten gesenkt.»

Angesichts «der schwierigen wirtschaftlichen Marktbedingungen im ersten Halbjahr, des Margendrucks und der konsequenten Anwendung der vorsichtigen Risikopolitik» habe Valiant das Wachstum der Kundenausleihungen bewusst gedrosselt, hiess es weiter. Die Kundenausleihungen stiegen leicht auf über 21,3 Milliarden Franken (+0,7 Prozent) an. Die Kundengelder nahmen um 1 Prozent auf rund 17 Milliarden Franken zu. Der Erfolg im Zinsengeschäft erreichte 153,4 Millionen Franken (–7,9 Prozent).

Der Rückgang im Zinsengeschäft konnte teilweise mit der Zunahme des übrigen ordentlichen Erfolgs kompensiert werden, welcher aufgrund der erstmaligen Equity-Konsolidierung sowie einer höheren Dividendenzahlung der RBA-Holding AG angestiegen ist (+8,1 Millionen Franken). Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft legte um drei Prozent (+1,1 Millionen Franken) zu. Das Handelsgeschäft verzeichnete ein Plus von 9,4 Prozent.

Der Konzerngewinn beträgt 66 Millionen Franken und liegt damit leicht unter dem Gewinn des ersten Halbjahres 2010. Dies führt Valiant auf «die nochmals schwierigeren Marktbedingungen im Vergleich zum Vorjahr» zurück.

Diese Filialen gehen zu

Im Rahmen einer Analyse des Geschäftsstellennetzes hat die Valiant Bank entschieden, per Ende November 2011 insgesamt zehn kleinere, mehrheitlich transaktionsorientierte Niederlassungen zu schliessen, in deren unmittelbarer Umgebung sich weitere Valiant-Geschäftsstellen befinden. Namentlich sind dies: Bümpliz, Kirchenfeld, Lenk, Lützelflüh, Menziken AG, Muhen AG, Rain LU, Steinhölzli, Teufenthal AG und Trub.

Gründe für die Schliessungen seien «die zunehmend spürbare Verlagerung der Transaktionen ins Internet und die damit verbundene rückläufige persönliche Frequentierung der Geschäftsstellen». Die betroffenen Mitarbeiter werden jedoch innerhalb der Bank weiterbeschäftigt. «Die persönliche Beratung und Betreuung steht auch in Zukunft im Zentrum. Das Beratungsgeschäft bauen wir weiter aus und wir besuchen unsere Kunden, wenn sie dies wünschen, nach wie vor auch zuhause», so Gruppenchef Michael Hobmeier.

Mit Blick aufs Gesamtjahr 2011 geht Valiant von einem Ergebnis in der Grössenordnung des Vorjahres aus – freilich unter Annahme gleichbleibender Marktbedingungen.

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