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Barclays Schweiz steigt aus US-Bankenprogramm aus

Mit Barclays Schweiz verlässt bereits die zweite Bank das US-Programm zur Beseitigung des Steuerstreits.

Der Schweizer Ableger macht nicht mehr länger beim US-Bankenprogramm mit: Eine Barclays-Filiale in London. (11. Februar 2014)
Der Schweizer Ableger macht nicht mehr länger beim US-Bankenprogramm mit: Eine Barclays-Filiale in London. (11. Februar 2014)
Andy rain, Keystone

Der Schweizer Ableger der britischen Barclays Bank hat das US-Bankenprogramm zur Bereinigung des Steuerstreits vor einiger Zeit verlassen. Dies bestätigte Francesco Grosoli, Market Head der Barclays Bank (Suisse), an einem Mediengespräch in Zürich. Der Entschluss fiel bereits vor drei bis vier Monaten. Eine vertiefte Untersuchung habe ergeben, dass man nicht fortfahren werde, hiess es von Barclays.

Anlässlich der Veröffentlichung des Jahresberichts 2013 im Februar hatte die Grossbank noch verkündet, dass sowohl die Barclays Bank (Suisse) als auch die Genfer Zweigstelle am Programm teilnehmen. Die in der Zwischenzeit erfolgte Überprüfung der Kunden hat aber offenbar ergeben, dass Barclays in der Schweiz keine problematischen Kunden mit US-Bezug hat. So interpretiere er jedenfalls den Entscheid aus London, sagte Francesco Grosoli.

Auch VP Bank ist aus US-Programm ausgestiegen

Barclays ist damit die zweite Bank, die ihren Ausstieg aus dem US-Steuerprogramm bekannt gibt. Bereits Ende August meldete die Liechtensteiner VP Bank, dass sie sich aus dem Programm zurückziehe. Die Schweizer Tochter VP Bank (Schweiz) hatte Ende 2013 vorsorglich entschieden, am US-Programm in der Kategorie 2 teilzunehmen.

Die BZ Bank, die Bénédict Hentsch & Cie und die Globalance Bank sind weitere Banken, die nicht am Programm teilnehmen. Diese Finanzinstitute haben sich im Gegensatz zu Barclays und VP Bank für das Programm nicht angemeldet. Die US-Behörden behalten sich in diesen Fällen vor, bei Verdacht auf Verletzung von US-Gesetzen ein Strafverfahren gegen diese Banken zu eröffnen.

SDA/thu

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