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BASF will in der Region Basel 180 Stellen streichen

Der Chemiekonzern restrukturiert seinen Forschungsstandort in der Schweiz. Ein Teil der Jobs wird verlagert.

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Umbau beim Chemiekonzern: Der Hauptsitz der BASF Schweiz an der Kybeckstrasse in Basel. (Archivbild)
Umbau beim Chemiekonzern: Der Hauptsitz der BASF Schweiz an der Kybeckstrasse in Basel. (Archivbild)
Patrick Straub, Keystone

Der Chemiekonzern BASF plant in der Region Basel einen weiteren Stellenabbau: Bis Ende 2018 will das Unternehmen an den Standorten Basel-Rosental und Schweizerhalle rund 180 Arbeitsplätze aufheben.

Von der Restrukturierung betroffen ist das Forschungszentrum Basel. Der überwiegende Teil dieser Aktivitäten werde eingestellt oder an andere Standorte verlagert, teilt BASF mit. Grund für diesen Schritt sei die Konsolidierung der weltweiten Forschungs- und Entwicklungsstandorte der Gruppe mit 112'500 Mitarbeitenden weltweit.

180 von 1600 Stellen in der Schweiz fallen weg

180 Arbeitsplätze des Forschungszentrums sollen aufgehoben werden. Weitere 100 Stellen sollen innerhalb der Schweiz in andere Einheiten des Konzerns integriert werden. In der Region Basel beschäftigt BASF laut einem Sprecher derzeit noch 790 Mitarbeitende. Schweizweit sind es 1600.

Für den geplanten Stellenabbau hat BASF das Konsultationsverfahren eingeleitet. Über die Zahl der zu erwartenden Entlassungen machte der Konzern zunächst keine Angaben. Der Abbau solle auf Grundlage des bestehenden Sozialplans so sozial wie möglich gestaltet werden. Möglichst viele Betroffene sollen einen neuen Job innerhalb des Unternehmens erhalten, hält BASF fest.

Pilotbetrieb in Schweizerhalle wird weitergeführt

Am Forschungszentrum Basel standen bisher namentlich Additive und Pigmente für Kunststoffe und Lacke, Inhaltsstoffe für Reinigungs- und Körperpflegemittel sowie neue Materialien für die Organische Elektronik und den 3D-Druck im Zentrum. Einzelne Aktivitäten, darunter ein Pilotbetrieb in Schweizerhalle, werden nach Angaben des Konzerns weitergeführt.

Die Region Basel bleibt gemäss der Mitteilung auch nach der Schliessung des Forschungszentrums Teil des Forschungs- und Entwicklungverbunds von BASF. Die Produktionsaktivitäten sind von der Restrukturierung nicht betroffen.

Aufhebung des Euro-Mindestkurses im Fokus

Auf Arbeitnehmerseite löst die bevorstehende Schliessung des Forschungszentrums grosse Besorgnis aus. Die Gewerkschaft Unia spricht in einem Communiqué von einem «schweren Schlag» für den Forschungs- und Industriestandort Schweiz. Um schweren Schaden für diesen abzuwenden, müsse die Politik sofort gegenüber BASF aktiv werden.

«Äusserst beunruhigend» ist es für die Angestellten Schweiz, dass in der Schweiz Restrukturierungsmassnahmen immer häufiger den eigentlichen Innovationskern der Unternehmen treffen. Der Verband verlangt von BASF, noch einmal für jede Stelle zu prüfen, ob sie wirklich abgebaut werden muss.

Die Gewerkschaft Syna sieht in der Verlagerung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ins Ausland einen «sehr bedenklichen und gefährlichen Trend». Unia und Syna machen dafür nicht zuletzt die Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Nationalbank im Januar 2015 verantwortlich.

(SDA)

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