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Bei JP Morgan haperte es mit der Risikokontrolle

Im Mai musste die US-Bank einräumen, dass sie durch Fehlspekulationen mindestens zwei Milliarden Dollar verloren hat. Die US-Bankenaufsicht führt den Vorfall auf «unzureichendes Risikomanagement» zurück.

Die Geschäfte der Bank werden untersucht: Schriftzug vor dem Sitz von JP Morgan Chase & Co in New York.
Die Geschäfte der Bank werden untersucht: Schriftzug vor dem Sitz von JP Morgan Chase & Co in New York.
Reuters

Im Spekulationsskandal um die US-Grossbank JPMorgan Chase hat der Leiter einer US-Regulierungsbehörde unzulängliche interne Kontrollen für den Milliardenverlust verantwortlich gemacht. Die Investmentabteilung von JPMorgan Chase habe «unzureichendes Risikomanagement» betrieben. Dies sagte Thomas Curry, der das für die Bankenüberwachung zuständige Office of the Comptroller of the Currency (OCC) leitet. Seine Behörde werte derzeit die Ergebnisse einer Untersuchung aus, um eine «detaillierte Chronologie der Ereignisse» zu erstellen.

Curry äusserte sich bei einer Anhörung vor dem Bankenausschuss des Senats in Washington. Der Top-Beamte erklärte, dass seine Behörde auch «selbstkritisch» prüfen werde, ob ihr bei der Aufsicht Fehler unterlaufen seien. Die Überprüfung werde «in den kommenden Wochen» abgeschlossen sein.

Verlust durch Fehlspekulationen

JPMorgan Chase hatte im Mai einräumen müssen, durch Fehlspekulationen mit Kreditausfallversicherungen einen Verlust von mindestens zwei Milliarden Dollar erlitten zu haben.

Mehrere Regulierungsbehörden haben Untersuchungen des Vorfalls eingeleitet. Im Rahmen der Untersuchung des US-Senats wird auch JPMorgan-Chef Jamie Dimon dem Bankenausschuss Rede und Antwort stehen müssen.

SDA/kpn

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