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Berner Kantonalbank steigert Jahresgewinn das 18. Mal in Folge

Unter dem Strich verdiente die Berner Kantonalbank letztes Jahr 124,4 Millionen Franken, das sind 5,5 Prozent mehr als im Jahr davor. Obwohl die BEKB deutlich mehr Hypothekarkredite verlieh, sieht sie im Kanton keine Immobilienblase.

Jean-Claude Nobili tritt Ende Jahr als Direktor der BEKB zurück.
Jean-Claude Nobili tritt Ende Jahr als Direktor der BEKB zurück.
Keystone

Allerdings gebe es in einigen Regionen gewisse Übertreibungen, sagte Hanspeter Rüfenacht, Leiter Beratung und Verkauf, am Donnerstag an der Pressekonferenz in Bern. Rüfenacht, der nächstes Jahr die BEKB-Geschäftsleitung übernimmt, nannte Gstaad, Grindelwald und die Thunerseeregion als Beispiele.

In der Region Bern seien die Preise für Eigentumswohnungen «etwas erhöht», aber noch nicht auf dem Niveau anderer grösserer Schweizer Städte. Die Hypothekarforderungen der BEKB stiegen 2010 um 4,6 Prozent auf 15,6 Milliarden Franken. Gut 80 Prozent davon sind Festzinshypotheken, deren Laufzeit mehrheitlich drei Jahre beträgt.

Die Bank achte darauf, dass die Kundinnen und Kunden die Kredite auch bei einem deutlich höheren Zinsniveau stemmen könnten, sagte Jean-Claude Nobili, der Ende Jahr als Direktor der BEKB zurücktreten wird. Das momentan «extreme Tiefzinsniveau» sei eine nicht ungefährliche Entwicklung, sagte Nobili.

Mehr Aufwand wegen Informatik

Insgesamt erhöhten sich die Kundenausleihungen von 16,57 auf 17,97 Milliarden Franken. Die Kundengelder im engeren Sinn, mehrheitlich Spareinlagen, stiegen von 19,28 auf 19,62 Milliarden Franken. Die BEKB betreute Vermögen im Wert von 20,5 Milliarden Franken (2009: 20,3 Milliarden).

Im Zinsgeschäft, dem wichtigsten Ertragspfeiler, stieg der Erfolg um 2,8 Prozent auf 358,2 Millionen Franken. Bei der Vermögensberatung nahm die BEKB 8,3 Prozent mehr Kommissionen ein. Insgesamt stieg der Kommissions- und Dienstleistungserfolg von 85,4 auf 89,8 Millionen Franken. Der Handelserfolg sank von 25,4 auf 22,7 Millionen Franken.

Der Geschäftsaufwand stieg unter anderem wegen der Einführung eines neuen Informatiksystems um 4,3 Prozent auf 252,6 Millionen Franken. Die Zahl der Stellen erhöhte sich von 1193 auf 1199 (Vollzeit). Der Gewinn vor Steuern nahm – wie bereits bekanntgegeben – um 2,9 Prozent auf 159,9 Millionen Franken zu.

Der Konzerngewinn – also inklusive der Tochtergesellschaften und Beteiligungen – stieg um 5,2 Prozent auf 126 Millionen Franken. Der BEKB gehört unter anderem die Mehrheit an den Bankeninformatik- Unternehmen RTC und Legando.

Über 60 Millionen für den Kanton

Die Aktionäre sollen eine Dividende von 5.10 Fr. pro Titel erhalten ( 30 Rappen). Der Kanton Bern als Mehrheitsaktionär erhält 63,2 Millionen Franken – dieser Betrag umfasst Steuern sowie die Entschädigung für die Staatsgarantie.

Die BEKB betreibt aktuell über 90 Bankstellen in den Kantonen Bern und Solothurn. Eine weitere Filiale soll dieses Jahr in Jegenstorf eröffnet worden. Als zusätzlichen Service setzt die BEKB vier Fahrzeuge ein, die momentan in 17 Ortschaften Bankdienstleistungen anbieten.

SDA/met

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