BKB-Gruppe baut Stellen ab

Die Basler Kantonalbank baut nach der Übernahme der Bank Cler bis zu 40 Stellen ab. Bis zu 150 Mitarbeitende müssen sich zudem umorientieren.

Die Basler Kantonalbank muss nach der Übernahme der Bank Cler Stellen abbauen.

Die Basler Kantonalbank muss nach der Übernahme der Bank Cler Stellen abbauen.

(Bild: Keystone Ennio Leanza)

Die Basler Kantonalbank baut ihre Organisation nach der vollständigen Übernahme der Bank Cler um. Von den Anpassungen der Konzernstrukturen werden bis zu 150 Mitarbeitende betroffen sein. Dabei könnten in den nächsten zwei Jahren bis zu 40 Stellen abgebaut werden.

Die BKB plant nun die Anpassung von Führungsstrukturen, die Vereinheitlichung von Prozessen sowie die Bildung von weiteren konzernweiten Kompetenzzentren, teilte die Kantonalbank am Mittwoch mit. Dabei stünden unter anderem das CEO-Office, das Personalwesen, die Unternehmensentwicklung sowie die Rechtsabteilung und einzelne Abteilungen aus dem Bereich Finanzen und Risiko beider Banken im Fokus.

Im Rahmen der Anpassungen könnten bis zu 150 Mitarbeitende von einer Verlagerung ihrer Funktion, von einer Veränderung ihres bisherigen Stellenprofils oder von einem definitiven Arbeitsplatzabbau betroffen sein. Der auf «bis zu 40 Stellen» bezifferte Arbeitsplatzabbau soll soweit möglich über die normale Fluktuation abgefedert sowie «sozialverträglich und fair» erfolgen. Bei beiden Banken bestehe bereits ein Sozialplan, Zudem werden beide Banken ein Konsultationsverfahren einleiten.

Cler-Aktienkapital erhöhen

Die erforderlichen Investitionen in strategische Initiativen sollen allerdings im Konzern künftig gemeinsam getragen werden. Durch die Bündelung von Aufgaben sollen ausserdem die Qualität und die Effizienz in der Erbringung von Dienstleistungen gesteigert werden. Die Anpassungen der «Governance» und der Konzernstruktur leisteten einen wichtigen Beitrag, um die Ziele der Strategie 2021 des BKB-Konzerns zu erreichen.

Zudem will der BKB-Konzern das Aktienkapital der Bank Cler «substanziell erhöhen». Damit könne die Bank ihre Geschäftstätigkeit auch unter künftigen Eigenmittelanforderungen fortsetzen und ihre Ertragskraft weiter verbessern. Weitere Informationen zur geplanten Kapitalerhöhung stellt die BKB bis Ende 2019 in Aussicht.

Die Bank Cler, die frühere Bank Coop, war von der BKB im vergangenen Jahr vollständig übernommen worden. Die Cler-Aktien wurden Anfang April von der Börse dekotiert. Die BKB und die Bank Cler sollen aber weiterhin eigenständige Banken bleiben, wird in der Mitteilung betont. Für die Kundinnen und Kunden der beiden Konzernbanken ändere sich entsprechend durch die Anpassung der Konzernorganisation nichts.

Verwaltungsrat neu besetzt

Die Bank Cler hat an ihrer Generalversammlung am Dienstag zudem ihren Verwaltungsrat teilweise neu besetzt. Zum neuen Verwaltungsratspräsidenten wurde BKB-CEO Basil Heeb und zu seinem Stellvertreter BKB-Finanzchef Christoph Auchli gewählt. Überdies zieht neu BKB-Rechtschefin Regula Berger in den Verwaltungsrat ein.

Als neues unabhängiges Mitglied wurde Maya Salzmann in den Verwaltungsrat gewählt, die unabhängigen Mitglieder Barbara Heller, Andrea Prange und Christian Wunderlin wurden bestätigt. Damit bleibe die Mehrheit des Verwaltungsrats unabhängig, betont die BKB.

Der bisherige Präsident Andreas Sturm sowie die Mitglieder Sebastian Frehner, Christine Keller und Ralph Lewin verzichteten derweil auf eine Wiederwahl. Lewin und Sturm bleiben aber weiterhin im BKB-Bankrat.

Umbau der Konzernleitung

Angepasst wurde ausserdem die BKB-Konzernleitung, die neu aus der Geschäftsleitung der BKB besteht. Sandra Lienhart, CEO der Bank Cler, wird Beisitzerin der Konzernleitung und Cler-Geschäftsleitungsmitglied Peter Schnellmann scheidet aus der Konzernleitung aus. Neuer stellvertretender Vorsitzender der Konzernleitung und stellvertretender CEO der Kantonalbank wird Luca Pertoldi.

amu/sda

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