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BKW will beim AKW Mühleberg keine Sofortmassnahmen ergreifen

Der Berner Energiekonzern BKW hat am Donnerstag die Zahlen für das Geschäftsjahr 2010 bekannt gegeben. Die Ereignisse in Japan verfolgt das Unternehmen mit grosser Sorge – aus heutiger Sicht seien aber keine Sofortmassnahmen für das AKW Mühleberg erforderlich.

Kurt Rohrbach: CEO des Energiekonzerns BKW.
Kurt Rohrbach: CEO des Energiekonzerns BKW.
Urs Baumann

Die BKW weist für das Jahr 2010 einen Reingewinn von 228,3 Millionen Franken aus, wie der Energiekonzern am Donnerstagmorgen mitteilte. Das Resultat sei geprägt von einer soliden Entwicklung des Energiegeschäfts einerseits, sowie durch tiefe Marktpreise und den schwachen Euro andererseits. Unter den gegebenen Umständen könne das Ergebnis als gut bezeichnet werden.

Wie die BKW in der Mitteilung weiter schreibt, verfolge das Unternehmen die Entwicklung in den vom Erdbeben und Tsunami betroffenen japanischen Kernkraftwerken «mit grosser Sorge». Aufgrund der ersten Einschätzungen der bisher unvorstellbaren Geschehnisse in Japan seien aus heutiger Sicht keine betrieblichen Sofortmassnahmen für das Kernkraftwerk Mühleberg (KKM) erforderlich.

Untersuchungen wegen Erdbebensicherheit

Die Produktion des KKM sei für die Versorgung der BKW-Kunden von grundlegender Bedeutung. Als verantwortungsbewusste Betreiberin trage die BKW den neuesten Erkenntnissen von Wissenschaft, Technik und Störfällen Rechnung. Sie setze alles daran, die Sicherheitssysteme und die Notfallplanung des KKM ständig zu aktualisieren.

Bezüglich Erdbebensicherheit habe die BKW ihre Berechnungen für das KKM auf das grösste bekannte Erdbeben unseres Landes, das Beben von Basel vor rund 600 Jahren ausgelegt. Diese Parameter sollen aufgrund der Erkenntnisse aus Japan in den kommenden Wochen hinterfragt werden.

Diese Haltung gelte auch für die Planung der Ersatzkernkraftwerke. Dass die weitere Beurteilung der Gesuche sistiert wurde, hält die BKW für sinnvoll. Das Unternehmen ist überzeugt, dass sich die Geschehnisse in Japan stark auf die künftige Ausgestaltung der Energiepolitik auswirken werden und will zur Weiterentwicklung und Umsetzung einer möglichst sicheren und umweltschonenden Stromversorgung seinen Teil beitragen.

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