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BKW-Chefs sollen mehr Lohn erhalten

An der Generalversammlung der BKW genehmigten die Aktionäre eine Ausweitung der Lohnsumme für die BKW-Konzernleitung. Begründung: Die Lohne würden unter dem Niveau vergleichbarer Unternehmen liegen.

Die Löhne müssten dem Marktniveau angepasst werden, sagt Urs Gasche, Verwaltungsratspräsident der BKW.
Die Löhne müssten dem Marktniveau angepasst werden, sagt Urs Gasche, Verwaltungsratspräsident der BKW.
Stefan Anderegg

Die BKW-Konzernleitung erhält ab nächstem Jahr unter Umständen eine deutliche Lohnerhöhung. An der Generalversammlung der BKW genehmigten die Aktionäre für 2016 eine Ausweitung der Lohnsumme um gut 30 Prozent verglichen mit 2014.

Es gelte, die Löhne der Konzernleitungsmitglieder schrittweise dem Marktniveau anzugleichen: So begründete Verwaltungsratspräsident Urs Gasche den Antrag des Verwaltungsrats am Freitag vor den 867 anwesenden Aktionären in einer Halle des Berner Messegeländes.

Knapp 6 Millionen Franken

Nach der Versammlung sagte Gasche auf Anfrage, die BKW liege bei den Löhnen für solche Posten deutlich unter dem Niveau vergleichbarer Unternehmen. Das hätten Untersuchungen gezeigt. Das Unternehmen stosse dementsprechend auf Schwierigkeiten, vakante Stellen zu ersetzen. Es sei wichtig, gute Leute zu finden. Die Aktionäre genehmigten den Antrag diskussionslos mit 99 Prozent Ja-Stimmen.

Erhielten die sechs BKW-Konzernleitungsmitglieder 2014 total 4,5 Millionen Franken, steht nun fürs Jahr 2016 maximal 5,9 Millionen Franken zur Verfügung. Gasche betonte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda, dass dies ein Maximalbetrag sei. Der Maximalbetrag werde kaum erreicht. Zudem hänge der effektive Lohn eines Konzernleitungsmitglieds von mehreren Faktoren ab. Die effektiven Löhne 2016 würden dereinst im Geschäftsbericht publiziert. Dann könne man wirklich vergleichen.

«Richtige Strategie gewählt»

Auch die übrigen Geschäfte der Generalversammlung genehmigten die Aktionäre mit hohen Zustimmungsraten von jeweils fast 100 Prozent. Dazu gehört eine Statutenrevision, mit der die BKW Vorgaben der Abzockerinitiative umsetzt. Die BKW hat auch ihren Gesellschaftszweck leicht angepasst und der Verwaltungsrat muss nicht mehr neun bis dreizehn Mitglieder aufweisen, sondern sieben bis zehn. Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurde Dominique Gachoud, Generaldirektor des freiburgisch-neuenburgischen Energieunternehmens Groupe E.

In seiner Eröffnungsrede sagte Verwaltungsratspräsident Gasche, die BKW habe sich mit ihrer neuen Strategie für den richtigen Mittelweg zwischen dem Weiterfahren wie bisher und dem totalen Umbruch entschieden. «Wir sehen ermutigende Resultate.» Konzernchefin Suzanne Thoma sagte in ihrer Rede, in diesem Jahr bewege sich die BKW wegen der Frankenstärke «auf stürmischer See». Die BKW produziere Strom und sei deshalb auch ein exportorientiertes Unternehmen. Es sei deshalb sehr wichtig, das Dienstleistungsgeschäft weiter auszubauen.

Früher angefangen - früher aufgehört

Die BKW-Generalversammlung begann in diesem Jahr eine Stunde früher als normalerweise - weil das Unternehmen wegen der neuen Bestimmungen der Abzockerinitiative von einer längeren Dauer ausging. Bereits nach zwei Stunden, früher als in anderen Jahren, war die Tranktandenliste allerdings abgearbeitet.

SDA/sh

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