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BLS rüstet ihr Netz mit ETCS Zugsicherungssystem aus

Das Bahnunternehmen BLS rüstet bis Ende 2017 sein gesamtes Streckennetz mit dem Zugsicherungssystem ETCS Level 1 aus. Die Umrüstung kostet rund 28 Millionen Franken.

Mit dem Zugsicherungssystem ECTS sollen die BLS Strecken sicherer gemacht werden.
Mit dem Zugsicherungssystem ECTS sollen die BLS Strecken sicherer gemacht werden.
Christian Pfander

Als erstes wird bis Ende 2015 die Lötschberg-Strecke zwischen Thun und Brig via Kandersteg und Goppenstein umgerüstet, wie die BLS am Dienstag mitteilte. Die Strecke ist Teil des internationalen Güterverkehrkorridors Rotterdam-Genua.

Der Lötschberg-Basistunnel ist hingegen bereits mit ETCS ausgerüstet - sogar mit einer höheren Stufe. Wegen der hohen Tempi von bis zu 250 km/h können keine Aussensignale mehr eingesetzt werden. Darum erfolgt die Übertragung der Informationen auf dieser ETCS-Stufe direkt via Mobilfunknetz in den Führerstand.

Das restliche Streckennetz der BLS wird bis Ende 2017 auf ETCS Level 1 umgerüstet. Das Programm umfasst 1350 Signalstandorte.

Mehr Sicherheit im dichteren Zugsverkehr

Die Investitionen von 28 Millionen Franken dienen primär der Beschaffung und dem Einbau der im Gleis angebrachten Sender, der sogenannten Balisen, wie die BLS weiter in ihrer Mitteilung schreibt. Die Finanzierung erfolgt über die ordentlichen Leistungsvereinbarungen der BLS mit Bund und Kantonen.

ETCS ersetzt die bisherigen Systeme Signum und ZUB, die von den Lieferanten nicht mehr angeboten werden. Nach Angaben der BLS vom Dienstag sind diese Anlagen abgeschrieben.

ETCS steht für «European Train Control System». Das System erhöht die Sicherheit im immer dichteren Zugsverkehr. Mit ETCS Level 1 ist es zum Beispiel möglich, die Geschwindigkeit eines Zugs laufend zu überwachen und nicht nur vor einem Signal.

So kann etwa verhindert werden, dass ein Zug mit zu grosser Geschwindigkeit auf ein Halt zeigendes Signal zufährt und nicht mehr rechtzeitig anhalten kann. ETCS soll europaweit nationale und teilweise sogar regionale Zugsicherungssysteme ablösen und so den Bahnverkehr über die Grenzen hinweg sichern.

Die Schweiz hat diese Verpflichtung im Rahmen des Landverkehrsabkommens übernommen und die Umrüstung des Schweizer Normalspur-Netzes bis Ende 2017 angeordnet.

SDA

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