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Börsen erholen sich vom Schock nach Katastrophe in Japan

In Europa und den USA zeigen sich die Börsen heute optimistischer als in den Tagen zuvor. Doch der Ölmarkt bleibt angespannt.

Während der japanische Leitindex Nikkei heute mit einem Minus von 1,44 Prozent geschlossen hat, kam es an den übrigen Börsen zu einer leichten Erholung. Das Erdbeben in Japan und seine Folgen bleiben das grosse Thema unter den Händlern.

Der Schweizer Leitindex SMI lag kurz vor 17 Uhr mit 0,71 Prozent im Plus. Unter Druck geriet lediglich die Aktie des Genfer Warenprüfers SGS. Der Kurs tendierte zu Handelsbeginn über 4,5 Prozent schwächer als am Vortag, konnte sich aber danach wieder etwas fangen.

In Europa ging es mit den wichtigsten Indizes ebenfalls nach oben. So konnte der deutsche DAX zwischenzeitlich um über 2,7 Prozent und der europäische Index Stoxx 50 um 2,1 Prozent zulegen. Auch die amerikanischen Börsen starteten freundlich in den Handelstag. Der Dow-Jones-Index lag nach wenigen Minuten bereits 1,2 Prozent im Plus, der Nasdaq Composite eröffnete 1,5 Prozent höher als am Mittwoch.

Verunsicherung wegen Japan

Trotz der Erholungstendenzen an den Börsen weltweit bleibt die Stimmung wegen der Ereignisse in Japan angespannt. Erneut kam es zu einem deutlichen Anstieg der Ölpreise. Im frühen Nachmittagshandel stieg der Preis für ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent auf 112,96 Dollar, 2,36 Dollar mehr als noch am Mittwoch. Ölmarktteilnehmer könnten derzeit nicht einschätzen, welche Auswirkungen die Katastrophe in Japan und die gleichzeitigen Unruhen in der arabischen Welt haben, schrieb die Commerzbank.

Auch Börsenneulinge litten unter der Verunsicherung an den Märkten. Die chinesische Baugesellschaft Top Spring wagte den Börsengang (IPO) in Hongkong und musste sich prompt mit einem schwachen Emissionserlös begnügen. Das am Freitag geplante Börsendebüt der Hafentochter von Hutchison Whampoa dürfte laut Händlern ebenfalls enttäuschend ausfallen.

Als Reaktion auf die Turbulenzen am Finanzmarkt werden Rufe nach einer zeitweiligen Schliessung der Tokioter Börse laut. Der Marktbetreiber wies dies aber zurück.

SDA/oku

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