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BP-Aktie stürzt weiter ab

Nach dem Ultimatum der US-Regierung, neue Vorschläge im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko vorzulegen, ist der Aktienkurs des Energiekonzerns erneut eingebrochen.

Die BP-Anteile fielen am Donnerstagmorgen an der Londoner Börse zwischenzeitlich um 15,7 Prozent. Später pendelten sich die Papiere bei einem Minus von rund fünf Prozent ein. Zuvor war ein Brief vom Dienstag bekannt geworden, in dem die US-Regierung BP 72 Stunden Zeit gab, neue Vorschläge vorzulegen.

BP gab am Donnerstag zudem bekannt, dass der Konzern bereits 1,43 Milliarden Dollar für den Kampf gegen die Ölpest und Entschädigungen ausgegeben habe. Der britische Ölkonzern hat eigenen Angaben zufolge genügend Finanzmittel, um für die Kosten der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko aufzukommen. «BP begegnet dieser Situation als starkes Unternehmen», teilte der Ölmulti am Donnerstag mit.

Vertrauen der Anleger generell gesunken

Eine wirklich konkrete Begründung für die Talfahrt der BP-Aktien sowohl in London als auch an der Wall Street sei für das Unternehmen nicht auszumachen. Das amerikanische Justizministerium hatte zuvor Zweifel geäussert, dass BP und die vom Kanton Zug aus agierende Bohrfirma Transocean ausreichend Mittel haben, um für die Kosten der Ölkatastrophe aufzukommen.

Die BP-Bohrinsel «Deepwater Horizon» war am 20. April wegen einer Explosion stark beschädigt worden und zwei Tage später gesunken. Dabei kamen mehrere Arbeite ums Leben. Seitdem fliessen Millionen Liter Öl ins Meer; zahlreiche Küsten in den USA sind bereits verschmutzt. Die BP-Aktie gab seit dem Unglück um mehr als 40 Prozent nach.

SDA/raa

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