Zum Hauptinhalt springen

Bundesanwaltschaft ermittelt gegen weitere Personen im Fall Julius Bär

Die Ermittlungen um den Datendiebstahl richten sich neu auch gegen zwei weitere Personen. Immer noch in Untersuchungshaft befindet sich ein ehemaliger Informatiker der Privatbank.

2010 kauften deutsche Steuerbehörden Kundendaten von Julius Bär: Logo an einem Gebäude der Bank in Zürich. (Archivbild Keystone)
2010 kauften deutsche Steuerbehörden Kundendaten von Julius Bär: Logo an einem Gebäude der Bank in Zürich. (Archivbild Keystone)

Die Bundesanwaltschaft (BA) hat das Verfahren in einem Fall von Datendiebstahl bei der Schweizer Privatbank Julius Bär ausgeweitet. Es wird gegen zwei weitere Verdächtige ermittelt. Die BA bestätigte eine entsprechende Meldung in der «NZZ am Sonntag». Somit laufen Ermittlungen gegen insgesamt drei Personen.

Zusätzlich zum Verdacht auf Wirtschaftsspionage werde mittlerweile auch wegen Geldwäscherei ermittelt. Nur eine der drei beschuldigten Personen befinde sich in Untersuchungshaft, sagte BA-Sprecherin Jeanette Balmer.

Im August entlassen worden

Diese Person, ein ehemaliger Angestellter, war im August entlassen und daraufhin verhaftet worden, wie Julius Bär damals bestätigte. Er soll Kundendaten gestohlen und an Steuerfahnder aus dem deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen weitergegeben haben.

Die Bank ging zu dem Zeitpunkt noch davon aus, der mutmassliche Datendieb habe im Alleingang gehandelt. Um wen es sich bei den weiteren zwei Verdächtigen handelt, ist unklar. Es könnte sich unter anderem um einen Mittelsmann handeln, mutmasst die «NZZ am Sonntag». Zur Frage, ob auch gegen Mitarbeiter der deutschen Behörden ermittelt werde, habe die Bundesanwaltschaft nicht Stellung nehmen wollen, schreibt die Zeitung.

Schon im Oktober 2010 hatten die nordrhein-westfälischen Finanzbehörden eine CD mit Daten von Julius Bär erworben. Es folgten zahlreiche Ermittlungen sowie Selbstanzeigen mutmasslicher Steuersünder. Im April 2011 zahlte die Bank 50 Millionen Euro, damit die deutschen Behörden ihre Ermittlungen gegen die Bank und ihre Mitarbeiter einstellen. Um wie viele Daten es sich handelte, kommunizierte Julius Bär nicht.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch