Zum Hauptinhalt springen

Chinesischer Internetriese beteiligt sich an US-Chat

Mit Investitionen von 50 Millionen Dollar aus China soll aus dem Chat-Dienst Kik die beliebteste App für US-Kids werden.

Ist das neue Vorbild des US-Chat-Dienstes Kik: WeChat aus China. (Archivbild)
Ist das neue Vorbild des US-Chat-Dienstes Kik: WeChat aus China. (Archivbild)
Peter Parks, AFP

Der in den USA populäre Chat-Dienst Kik will mit Hilfe von Millioneninvestitionen des chinesischen Internetriesen Tencent expandieren. Tencent investiere 50 Millionen Dollar in Kik, teilte das im kanadischen Ontario ansässige Unternehmen am Dienstag mit.

Damit steige das Unternehmen in die Gruppe der Startup-Unternehmen mit einem Wert von mindestens einer Milliarde Dollar auf. Mit den Investitionen solle Kik weiter entwickelt und durch zusätzliche Dienste ergänzt werden.

70 Prozent der 240 Millionen registrierten Kik-Nutzer sind den Angaben zufolge zwischen 13 und 24 Jahren alt. 40 Prozent der US-Jugendlichen nutze den Chat-Dienst. «Junge Amerikaner sind eine grosse Gruppe mit unbefriedigten Bedürfnissen», erklärte Kik-Chef Ted Livingston. Mit Tencent habe sein Unternehmen den idealen Partner gefunden, dieser Kundengruppe die richtigen Angebote zu machen.

WeChat hat 600 Millionen User

Tencent betreibt in China den Chat-Dienst WeChat, auch bekannt unter dem Namen Weixin. Seit dem Start des Angebots im Jahr 2011 wuchs die Zahl der monatlich aktiven Nutzer auf 600 Millionen. Die App ist vielseitiger als etwa WhatsApp, der Chatdienst von Facebook. WeChat-Nutzer können über die App unter anderem Taxis oder Essen bestellen und bezahlen, Rechnungen begleichen, Spiele spielen und Neuigkeiten von Prominenten oder Markenherstellern abonnieren.

Bei den Verhandlungen mit Tencent sei schnell deutlich geworden, dass es eine «gemeinsame Vision» gebe, erklärte Kik-Chef Livingston. Beide Seiten seien sich einig, dass Kik das WeChat des Westens werden könnte. Laut Livingston ist Tencent auch deswegen ein idealer Partner, weil es sich um ein finanzstarkes Unternehmen handele, das deswegen genügend «Geduld» für die Langzeitvision für Kik habe. Kik wurde 2009 gegründet und hat laut Firmenwebsite 51 Mitarbeiter.

SDA/chk

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch