Zum Hauptinhalt springen

Clientis: Rückschlag nach Rekordjahr

Die Regionalbanken-Gruppe Clientis hat im ersten Halbjahr unter den schwierigen Marktbedingungen gelitten.

Nach dem Rekordjahr 2007 sank der Konzerngewinn von Clientis im ersten Semester um 16,5 Prozent auf 46,2 Mio. Franken. Den 29 Banken der Regionalbanken-Gruppe flossen 190 Mio. Fr. an neuen Kundengeldern zu. Insgesamt wuchsen die Kundengelder um 1,6 Prozent auf 12,4 Mrd. Franken, wie Clientis am Montag mitteilte.

Die Kundenausleihungen nahmen um 2,2 Prozent auf 15,1 Mrd. Fr. zu. Beim Kerngeschäft, dem Hypothekargeschäft, stiegen die Ausleihungen um 2,2 Prozent auf 15,1 Mrd. Franken. Die konsolidierte Bilanzsumme stieg um 2,1 Prozent auf 17, 2 Mrd. Franken.

Die Haupteinnahmequelle der Clientis Banken, der Erfolg aus dem Zinsengeschäft, blieb mit 135,9 Mio. Franken gegenüber der Vorjahresperiode auf hohem Niveau konstant.

Wegen geringerer Erträge beim Handelsgeschäft (-4,0 Mio. Fr.) und beim Kommissionsertrag aus dem Wertschriften- und Anlagenschäft (-2,0 Mio Fr.) sowie höherem Geschäftsaufwand (&7,7 Mio. Fr.) verringerte sich der Bruttogewinn um 15,6 Prozent auf 65,8 Mio. Franken.

Börsenbaisse und Informatikkosten

Während sich die Börsenbaisse negativ auf das Handelsgeschäft sowie das Wertschriften- und Anlagegeschäft auswirkte, fielen beim Geschäftsaufwand gestiegene Informatikkosten und Investitionen in den Vertrieb ins Gewicht.

Nach Abschreibungen und Wertberichtigungen von 12,5 Mio. Fr. (- 17,1 Prozent) sowie Steuern von 10,2 Mio. Fr. (-1,4 Prozent) resultiert für das erste Halbjahr ein um 16,5 Prozent geringerer Konzerngewinn von 46,2 Mio. Franken. Das ausgewiesene Eigenkapital stieg im ersten Halbjahr um 1,8 Prozent auf 1,57 Mrd. Fr. an.

«Angesichts des schwierigen Marktumfeldes haben wir uns auf einem erfreulichen Stand gehalten und dürfen mit dem ersten Semester zufrieden sein», wird Clientis-Direktor Hans-Ulrich Stucki in der Mitteilung zitiert.

Gute Aussichten

Für das Gesamtjahr 2008 rechnet Stucki nicht mit einem Ergebnis auf der Höhe des Rekordjahres 2007. Das Niveau von 2006, dem zweitbesten Geschäftsjahr der Clientis Gruppe, sollte hingegen erreicht werden können.

Die Zahl der Beschäftigten nahm innert Jahresfrist um 38 auf 784 Vollzeitstellen zu. In der zweiten Jahreshälfte sei die Eröffnung von vier weiteren Geschäftsstellen in La Chaux-de-Fonds, Malters, Schaffhausen und Volketswil geplant, schreibt Clientis.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch