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Comet korrigiert Prognose – Aktienkurs eingebrochen

Beim Technologieunternehmen Comet in Flamatt hat sich der Geschäftsgang unerwartet verschlechtert. Zwei Manager mussten das Unternehmen verlassen.

Die Verkäufe im Stammgeschäft mit Röntgensystemen verliefen im 1. Halbjahr 2018 enttäuschend. Der Aktienkurs ist eingebrochen.
Die Verkäufe im Stammgeschäft mit Röntgensystemen verliefen im 1. Halbjahr 2018 enttäuschend. Der Aktienkurs ist eingebrochen.
Beat Mathys

Jahrelang ging es mit Comet aufwärts. Der Firmensitz in Flamatt wird gerade erweitert. Jetzt ist Comet aber überraschend vom Rekordkurs abgekommen. Die Verkäufe im Stammgeschäft mit Röntgensystemen verlaufen enttäuschend, wie das Unternehmen am Mittwoch zum Halbjahresergebnis mitteilte. Vorab Autohersteller verzögern Bestellungen von Röntgengeräten, mit welchen sie Materialien zum Beispiel auf ihre Festigkeit prüfen können.

Rückschläge gibt es auch bei der neueren Ebeam-Technologie zur Sterilisation von Oberflächen mit Elektronen. Comet richtet dieses Geschäft neu aus und trennt sich von ihrer Tochter in Davenport in den USA. Diese stellt für Kunden spezifische Grossanlagen her.

Ein Käufer der Tochter ist noch nicht gefunden. Comet stellte dafür 10 Millionen Franken zurück. Bei Ebeam beschränkt sich die Gruppe auf das Geschäft mit Komponenten und Modulen. Denn dieses ist laut ­Comet-Chef René Lenggenhager margenstärker und erfolgversprechender.

Einsparungen angekündigt

Dem Röntgensystemgeschäft steht ein «umfassendes Programm» zur Ergebnisverbesserung bevor. Mehrere Millionen sollen eingespart werden. Wie das geschehen soll, und was das punkto Arbeitsplätze der in Deutschland ansässigen Sparte bedeutet, wird im August bekannt gegeben. In Flamatt plant Comet keinen Stellenabbau, wie es hiess. Vom Spartenleiter Detlef Steck hat sich Comet bereits getrennt, ebenso vom operativen Leiter der Gruppe, Thomas Polzer.

Im eben abgelaufenen Halbjahr stieg der Umsatz zwar um rund 4 Prozent auf 231 Millionen Franken. Doch wegen der Rückstellung in den USA und des tieferen Ergebnisses bei den Röntgensystemen liegen die Margen und der Gewinn deutlich unter dem ersten Halbjahr 2017.

Comet senkte daher auch die Prognosen für das gesamte Jahr 2018. Die Anleger reagierten entsetzt. An der Börse sackte der Aktienkurs von Comet am Mittwoch um 19,9 Prozent ab. Seit dem Rekordhoch im Januar hat er sich halbiert.

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