Coop wirft Kellogg's und Uncle Ben's aus Sortiment

Coop fordert von seinen Zulieferern tiefere Preise. Der Boykott von Produkten des Mars-Konzerns und weiteren könnte länger anhalten.

Preisstreit mit Mars: Coop boykottiert in gewissen Verkaufsstellen Produkte des Zulieferers. (Archiv)

Preisstreit mit Mars: Coop boykottiert in gewissen Verkaufsstellen Produkte des Zulieferers. (Archiv)

(Bild: Keystone Martin Rütschi)

«Im Moment nicht lieferbar»: Diesen Hinweis sehen Coop-Kunden seit kurzem in gewissen Verkaufsstellen bei beliebten Produkten wie etwa Katzenfutter von Whiskas, M&M's, Reis von Uncle Ben's oder Cornflakes von Kellogg's. Andernorts fehlt der Hinweis, dafür hat es Lücken im Regal.

Wie der «Blick» schreibt, steckt hinter den Lücken im Regal ein Handelsstreit zwischen Coop und Zulieferern, unter anderem dem Mars-Konzern. «Die Lücken stehen im Zusammenhang mit Verhandlungen, die wir gegenwärtig nicht weiter kommentieren», sagt Sprecher Urs Meier auf Anfrage von «20 Minuten».

Gemäss der deutschen «Lebensmittel Zeitung» sind 56 Mars-Artikel betroffen. Meier wollte dazu nichts sagen. Fakt ist: Der Preisstreit mit Mars geht noch länger so weiter. Und wohl auch die Verhandlungen mit anderen Lieferanten.

Coop stritt sich 2018 auch mit Nestlé

Bei internationalen Anbietern verhandelt Coop die Einkaufskonditionen im Rahmen einer Kooperation mit anderen Detailhändlern. Zusammen mit Edeka aus Deutschland oder Intermarché aus Frankreich gehört Coop der Einkaufsgemeinschaft Agecore an. Diese hat im letzten Jahr mit einer harten Haltung in den Preisverhandlungen für Aufsehen gesorgt.

Mitte Februar des letzten Jahres eskalierte der Streit zwischen Agecore und Nestlé: Agecore-Mitglieder listeten über 200 Produkte aus dem Nestlé-Universum aus, darunter Thomy-Produkte, Maggi-Würze oder Buitoni-Pizzen. Damals bestätigte Coop, über 200 Produkte nicht mehr zu bestellen.

Später kamen die Nestlé-Artikel wieder ins Regal zurück. Einen gross angekündigten und generell gültigen Preisabschlag gab es aber nie, da Nestlé fürchtete, andere Händler würden dieselben Konditionen fordern. Die besseren Einkaufskonditionen zeigten sich in erster Linie in Aktionen.

Übernommen von «20 Minuten», bearbeitet von berneroberlaender.ch/Newsnetz.

TA

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