Zum Hauptinhalt springen

Credit Suisse kann Gewinn mehr als verdoppeln

Im zweiten Quartal verzeichnet die Grossbank einen Gewinn von 647 Millionen Franken - 114 Prozent mehr als vor einem Jahr.

CS-CEO Tidjane Thiam. (Archivbild)
CS-CEO Tidjane Thiam. (Archivbild)
Ennio Leanza, Keystone

Die Credit Suisse hat im zweiten Quartal 2018 einen Gewinnsprung erzielt. So hat sich der Reingewinn auf 647 Millionen Franken mehr als verdoppelt, wie die Grossbank am Dienstag mitteilte. In der globalen Vermögensverwaltung konnte die CS netto Neugelder in Höhe von 13,2 Milliarden Franken an Land ziehen.

Analysten hatten Reuters zufolge mit einem Gewinn von 626 Millionen Franken gerechnet. Im ersten Halbjahr hat die Grossbank einen Reingewinn von 1,3 Milliarden Franken gemacht. Das entspricht einem Anstieg im Vergleich zum Vorjahr von 49 Prozent. Auf Vorsteuerebene lag der Gewinn bei 1,05 Milliarden Franken (+71 Prozent), bereinigt um diverse Faktoren waren es 1,3 Milliarden (+88 Prozent).

Weniger stark bei Erträgen zugelegt

Deutlich weniger stark legte die Bank bei den Erträgen zu. Insgesamt war das Plus hier lediglich 7 Prozent auf 5,60 Milliarden Franken. Bei einem Geschäftsaufwand von 4,47 Milliarden ergibt sich ein Verhältnis aus Kosten und Erträgen von rund 79,8 Prozent. Das heisst die Bank gibt für jeden eingenommen Franken rund 80 Rappen wieder aus. Insgesamt lagen die Zahlen in allen Bereichen über den Schätzungen gemäss AWP-Konsens.

CEO Tidjane Thiam zeigt sich in der Mitteilung denn auch sehr zufrieden: «Wir haben unseren höchsten bereinigten Vorsteuergewinn der letzten zwölf Quartale erzielt und den Gewinn im Vorjahresvergleich im siebten Quartal in Folge gesteigert.»

UBS mit Abfluss von Nettoneugeldern

Den Vermögensverwaltungseinheiten flossen in der Periode von April bis Juni Nettoneugelder in Höhe von 9,1 Milliarden Franken zu. Verglichen mit den 14,4 Milliarden im ersten Quartal sind das zwar etwas weniger, die grosse Konkurrentin UBS hatte in dieser Periode aber einen Abfluss von 1,2 Milliarden Franken zu verzeichnen.

Die verwalteten Vermögen wurden per Ende Juni mit 1'398 Milliarden Franken ausgewiesen und damit etwas höher als Ende März. Die UBS ist in diesem Punkt mit zuletzt 3'242 Milliarden allerdings mehr als doppelt so gross wie die CS.

Bei Kosteneinsparungen auf Kurs

Bekanntlich ist Kostenreduktion bei den meisten Grossbanken ein wichtiges Thema - so auch bei der Credit Suisse. Im ersten Halbjahr verbuchte sie zusätzliche Nettokosteneinsparungen von 0,5 Milliarden, hiess es dazu. Die Bank sieht sich diesbezüglich denn auch auf Kurs und bestätigte entsprechend ihr Ziel, die Kostenbasis bis Ende Jahr auf unter 17 Milliarden Franken zu senken.

Mit Blick nach vorne gibt sich die CS relativ vorsichtig. Im Rest des Jahres 2018 dürfte es aufgrund der geopolitischen Entwicklungen und den Spannungen im Welthandel «Phasen mit erheblicher Unsicherheit» geben, heisst es. Die Bank sieht aber trotzdem Wachstumspotential in einigen Bereichen und sieht sich auf guten Weg bezüglich Eigenkapitalziel.

sda/awp/chk/cfr

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch