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Daten von 15 Millionen T-Mobile-Kunden gehackt

Experian prüft die Kreditwürdikeit von T-Mobile-Kunden. Hacker nutzen ein Datenleck im System des US-Unternehmens und greifen Daten von 15 Millionen Klienten ab.

Polizei wurde informiert: Die Hacker haben womöglich Daten von Neukunden der letzten zwei Jahre. (18. März 2008) Bild: AP Photo/Mark Lennihan
Polizei wurde informiert: Die Hacker haben womöglich Daten von Neukunden der letzten zwei Jahre. (18. März 2008) Bild: AP Photo/Mark Lennihan

Hacker haben sich laut der Kreditauskunftei Experian Zugang zu Sozialversicherungsnummern und anderen persönlichen Daten von rund 15 Millionen T-Mobile-Kunden verschafft. Betroffen seien womöglich Nutzer, die sich zwischen dem 1. September 2013 und dem 16. September 2015 für Mobilfunk-Dienste angemeldet hätten, teilte der Informationsdienstleister am Donnerstag mit.

Dabei seien komplette Datensätze mit Namen, Geburtstagen und Adressen entwendet worden. Auch Angaben zu sehr sensiblen Informationen wie Sozialversicherungs-, Fahrausweis- und Reisepassnummern seien betroffen. Diese Daten seien zwar verschlüsselt gewesen, allerdings könne dieser Schutz geknackt worden sein. Daten von Bankkonten und Kreditkarten seien nicht gestohlen worden.

Unmittelbar nach dem Hackerangriff sei die Polizei verständigt worden. Bislang gebe es noch keine Beweise, dass die Daten in unangemessener Weise genutzt worden seien, teilte Experian mit. Zahlungskarten und Bankeninformationen seien im Übrigen nicht betroffen.

T-Mobile-Chef «äusserst wütend»

T-Mobile nutzt Experian, um die Kreditwürdigkeit von Kunden zu prüfen. Der Geschäftsführer von T-Mobile USA, John Legere, zeigte sich in einer Stellungnahme «äusserst wütend» über das Datenleck. Man werde eine gründliche Prüfung der Geschäftsbeziehung zu Experian in die Wege leiten, kündigte er zudem an.

In den vergangenen Jahren gab es eine Reihe von aufsehenerregenden Hackerangriffe auf Unternehmen und Gruppen, von denen Millionen Menschen betroffen waren. Dazu gehörten die Seitensprung-Webseite Ashley Madison, Sony Pictures, der Versicherer Anthem und die Einzelhandelskonzerne Home Depot und Target, eBay und sogar die US-Personalverwaltungsbehörde für den Öffentlichen Dienst.

SDA/hae

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