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Der coole, wortkarge Unbekannte

Anders als in ähnlichen Fällen ist es dem Verkäufer der CD mit Daten von deutschen Kunden der Credit Suisse bis heute gelungen, seine Identität zu verbergen. Einige Details über ihn sind aber bekannt.

Im Frühjahr 2008 gab es viel Aufregung um Steuersünder, deren Schwarzgeldkonten bei der Vaduzer LGT Treuhand, einer Tochter der fürstlichen Landesbank, aufgeflogen waren. Ausgelöst hatte die Affäre der untreue frühere LGT-Mitarbeiter Heinrich Kieber, der eine CD mit den Daten deutscher LGT-Kunden für 4,2 Millionen Euro an deutsche Steuerbehörden verkauft hatte.

Ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als das Landesgericht des Fürstentums Liechtenstein einen internationalen Haftbefehl gegen Kieber erliess und Steckbriefe mit dem Hinweis «kaukasischer Typ» aushängen liess, meldete sich ein Informant telefonisch bei Steuerfahndern im Rheinland. Er erkundigte sich, ob die Ermittler auch an internen Daten deutscher Kunden von Credit Suisse interessiert seien. Es kam zu einem Treffen, irgendwo in Nordrhein-Westfalen. Drei Monate später übergab er die ersten Proben. Ende Februar 2010 verkaufte er für 2,5 Millionen Euro eine CD an deutsche Steuerfahnder.

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