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Der Druck auf Frankreichs Banken steigt

Die Peripherie der Eurozone steht bei französischen Banken mit 647 Milliarden Euro in der Kreide. Dass Frankreich im Notfall einspringt, wird immer unwahrscheinlicher, das Land ist einer der grössten Defizitsünder.

Die Abschreiber französischer Banken steigen, für Sarkozy heisst es abwarten und Wein trinken: Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy bei einer Weinmesse in Beaume-de-Venise.
Die Abschreiber französischer Banken steigen, für Sarkozy heisst es abwarten und Wein trinken: Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy bei einer Weinmesse in Beaume-de-Venise.
AFP

Aus dem Schlamassel des europäischen Schuldenkarussells konnte sich Frankreich bis dato heraushalten, grossteils dank der effizienten Kommunikationspolitik von Nicolas Sarkozy. Der französische Staatspräsident hat im Zusammenspiel mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel in den vergangenen Wochen für den Euro-Rettungsschirm EFSF kräftig die Werbetrommel gerührt. Und die Stundung griechischer Schulden durch die Banken (Rollover) ging als französischer Vorschlag durch. Das war in zweierlei Hinsicht wirksam: Einerseits hat es von den enormen Forderungen französischer Banken abgelenkt, weil sich alle auf Griechenland, Portugal oder Italien gestürzt haben. Andererseits gerierte sich Sarkozy als Retter und nicht als Opfer, obwohl die Forderungen der Banken und der Schuldenstand des Landes etwas anderes vermitteln.

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