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Die BKW setzt eine Frau an die Spitze

Suzanne Thoma wird Anfang 2013 die neue Chefin des Berner Energiekonzerns BKW. Sie übernimmt den Posten von Kurt Rohrbach, der sich auf seine Rolle im Verwaltungsrat der BKW konzentrieren wird.

Suzanne Thoma, der neue CEO der BKW.
Suzanne Thoma, der neue CEO der BKW.
Iris Andermatt

Als der Berner Energiekonzern nach der Atomkatastrophe von Fukushima und dem geplanten Atomausstieg der Schweiz seine Strategie neu ausrichtete, war klar, dass das Unternehmen mit einer neuen operativen Leitung in die Zukunft gehen wollte. Der Konzern setzt auf erneuerbare Energien, wobei er das AKW Mühleberg noch bis 2022 nutzen möchte.

Als mögliche Nachfolgerin von Kurt Rohrbach wurde rasch auch Suzanne Thoma gehandelt. Die 50-jährige gehört seit 2010 dem BKW- Management an und ist Leiterin des Geschäftsbereichs Netze. Ausserdem verantworte sie die Entwicklung der beiden grossen BKW- Dienstleistungsunternehmen Arnold und ISP, teilte der Konzern am Dienstag mit.

Die promovierte Chemieingenieurin war vor der BKW bei der Wicor Group in Rapperswil, bei Rolic Tehnologies sowie über 12 Jahre für den Spezialitätenchemiehersteller Ciba in verschiedenen Funktionen tätig.

Thoma wagte sich an heisse Eisen

Suzanne Thoma gehört seit 2010 der Geschäftsleitung der BKW an. Sie ist verantwortlich für den Bereich Netze. In dieser Funktion wagte sie es, ein heisses Eisen anzupacken. Sie stellte das Dogma in Frage, dass Hochspannungsleitungen um jeden Preis überirdisch zu bauen sind. Neu lautet die Devise bei der BKW: Kommt jemand für die Mehrkosten auf, kann sich das Unternehmen durchaus auch vorstellen, eine Leitung – wenigstens teilweise – in den Boden zu verlegen. «Wir sagen nicht mehr, sass die Bodenleitung aus technischen Gründen grundsätzlich nicht möglich ist. Jedes Projekt muss aber individuell angeschaut werden», sagte sie im Februar in einem Interview mit der Berner Zeitung über das blockierte Projekt für eine Hochspannungsleitung zwischen Mühleberg und Wattenwil.

Thoma setzte sich gegen 100 Kandidaten durch

Insgesamt gab es 100 Kandidaten für diesen Job. Thoma setzte sich in der Endphase gegen vier weitere Bewerber durch. Dazu gehörte dem Vernehmen nach auch BKW-Geschäftsleitungsmitglied Samuel Leupold. Verwaltungsratspräsident Urs Gasche wollte das Wahlverfahren nicht weiter kommentieren.

SDA/dog/tan/sny/baz

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