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«Die Hausaufgaben der Euroländer sind nicht die Aufgabe der Schweiz»

Der ehemalige Wirtschaftsweise und Berater der deutschen Bundesregierung Bert Rürup über die Rolle der Schweiz im Eurodrama und die Währungsunion als ein sinkendes Schiff, das noch zu retten ist.

«Ein geordneter Staatsbankrott ist ein Euphemismus»: Der ehemalige Wirtschaftsweise und Ökonom Bert Rürup im Interview.
«Ein geordneter Staatsbankrott ist ein Euphemismus»: Der ehemalige Wirtschaftsweise und Ökonom Bert Rürup im Interview.
Keystone

Sollen die Euroländer die Schweiz um Hilfe bitten? Nein, davon halte ich gar nichts.

Ist es nicht so, dass dies durch die Mitgliedschaft im IWF schon längst geschieht? Das halte ich für ein seltsames Argument, im IWF sind ja alle Staaten dabei, EU- und Nicht-EU-Staaten sowie auch die Schweiz. Die Schweiz ist über ihren Aussenhandel de facto Mitglied des Euroraumes oder jedenfalls mehr dabei als man glaubt. Das sieht man daran, dass die Nationalbank eine Kursuntergrenze festgelegt hat. Vor einem Jahr hätte man sich das noch nicht träumen lassen. Ordnungspolitisch ist das nicht ganz koscher. Die flexiblen Wechselkurse wurden ja aus guten Gründen eingeführt, aber jetzt wird trotzdem interveniert. Und ich habe vollstes Verständnis dafür, ungeachtet dessen, dass das ordnungspolitisch nicht absolut sauber ist.

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