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«Drohung und Vollzug»

Detailhandelsriese Migros stellt einen Jobabbau in grenznahen Filialen in Aussicht, weil der Franken nach wie vor zu stark sei. Die Gewerkschaften sind erzürnt. Konkurrent Coop zieht mit Migros vorerst nicht mit.

Bald könnte einigen Mitarbeitern der Migros die Tür gewiesen werden: Migros-Chef Herbert Bolliger bei der Bilanzpressekonferenz im März 2011.
Bald könnte einigen Mitarbeitern der Migros die Tür gewiesen werden: Migros-Chef Herbert Bolliger bei der Bilanzpressekonferenz im März 2011.
Keystone

Jetzt haben Mitarbeiter des Detailhandelsriesen Migros Grund zum Fürchten. Denn die Frankenstärke setzt dem Detailhändler laut eigenen Angaben im Einkauf dermassen zu, dass dieser offenbar mit Jobkürzungen Kosten sparen will. Migros-Chef Herbert Bolliger liess in einem Interview mit der «SonntagsZeitung» mit folgender Botschaft aufhorchen: «Im Kerngeschäft, also bei den Supermärkten, werden wir weniger Stellen anbieten.» Er sagt aber auch, dass eine Fluktuation im Detailhandel von etwa zehn Prozent in diesem Zusammenhang ein Vorteil sei. Denn Mitarbeitern, die das Unternehmen aus freien Stücken verlassen, müssten nicht gekündigt werden und würden unter Umständen auch nicht mehr nachbesetzt.

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