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Duzis mit dem Chef – cool, kumpelhaft, künstlich?

Nun wollen auch die SBB die Du-Kultur einführen. Hilfe im täglichen Umgang oder aufgesetzte Nähe? Die Antworten der Wirtschaftsberaterin.

Wohl bald mit viel mehr Angestellten per Du: Andreas Meyer, CEO der SBB (links) und Jürg Stöckli, Leiter Immobilien der SBB, nach der Enthüllung der grössten Bahnhofsuhr der Welt. Die Uhr mit 7 Metern Durchmesser steht vor dem neuen Hauptsitz der SBB in Bern-Wankdorf. (14. August 2014)
Wohl bald mit viel mehr Angestellten per Du: Andreas Meyer, CEO der SBB (links) und Jürg Stöckli, Leiter Immobilien der SBB, nach der Enthüllung der grössten Bahnhofsuhr der Welt. Die Uhr mit 7 Metern Durchmesser steht vor dem neuen Hauptsitz der SBB in Bern-Wankdorf. (14. August 2014)
Lukas Lehmann, Keystone
Offenere Büros sollen den Übergang zum Duzen fördern: SBB-CEO Andreas Meyer und seine Assistentin Erika Berger an ihrem Arbeitsplatz im Gebäude des neuen SBB-Hauptsitzes in Bern. (14. August 2014)
Offenere Büros sollen den Übergang zum Duzen fördern: SBB-CEO Andreas Meyer und seine Assistentin Erika Berger an ihrem Arbeitsplatz im Gebäude des neuen SBB-Hauptsitzes in Bern. (14. August 2014)
Lukas Lehmann, Keystone
Einer der Vorreiter des flächendeckenden Duzens in Firmen: Der damalige Swisscom-CEO Carsten Schloter (rechts) plaudert mit CFO Ueli Dietiker an einer Medienkonferenz in Zürich. (5. März 2008)
Einer der Vorreiter des flächendeckenden Duzens in Firmen: Der damalige Swisscom-CEO Carsten Schloter (rechts) plaudert mit CFO Ueli Dietiker an einer Medienkonferenz in Zürich. (5. März 2008)
Walter Bieri, Keystone
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Wenn SBB-Chef Andreas Meyer an seinen Mitarbeitern vorbeigeht, könnte vielleicht schon bald von allen Seiten ein «Hallo Andy» ertönen. Jüngst sprachen sich nämlich in einer Umfrage des SBB-Mitarbeitermagazins «Unterwegs» 85 Prozent der Teilnehmer für generelles Duzen im Unternehmen aus. Ihre Argumente: Das Du erleichtert die Zusammenarbeit und fördert das Wir-Gefühl. Zwar wird deswegen nicht gleich das konzernweite «Du» verordnet, wie SBB-Sprecherin Lea Meyer auf Anfrage sagt. «Wir wollen die Du-Kultur nicht erzwingen. Müssten sich alle Mitarbeitenden von heute auf morgen duzen, wären sicher etliche überfordert.» Es bleibe jedem selber überlassen, wen er duzen und wen siezen wolle.

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