Zum Hauptinhalt springen

Ein Stachel in der Fleischbranche

Ettore Weilenmann, Präsident von Carna Grischa, wollte mit einem anderen Investor ein Fleischhandelsimperium aufbauen. Nun distanzieren sich alle Geschäftspartner aus Angst vor einem toxischen Effekt.

Blick auf einen Lieferwagen des Fleischhändlers Carna Grischa. Die Bündner Firma sorgt für einen neuen Fleischskandal: Sie soll über Jahre hinweg falsch deklariertes Fleisch verkauft haben.
Blick auf einen Lieferwagen des Fleischhändlers Carna Grischa. Die Bündner Firma sorgt für einen neuen Fleischskandal: Sie soll über Jahre hinweg falsch deklariertes Fleisch verkauft haben.
Gian Ehrenzeller, Keystone
Pferdefleisch statt Rindfleisch in der Theke: Der Metzgerei Weiss in Hausen am Albis wird in der SRF-TV-Sendung Kassensturz im September diesen Jahres die Falschdeklaration von Fleischsorten vorgeworfen. Die Firma entschuldigt sich für die Fehler und kündigt eine Betriebsumstrukturierung und externe Kontrollen an.
Pferdefleisch statt Rindfleisch in der Theke: Der Metzgerei Weiss in Hausen am Albis wird in der SRF-TV-Sendung Kassensturz im September diesen Jahres die Falschdeklaration von Fleischsorten vorgeworfen. Die Firma entschuldigt sich für die Fehler und kündigt eine Betriebsumstrukturierung und externe Kontrollen an.
Todd Korol, Reuters
Das Gammelfleisch im Kebab: Im Herbst 2006 werden in München etwa 100 Tonnen einer ursprünglich wesentlich grösseren Menge an verdorbenem Fleisch – darunter Döner- und Entenfleisch – sichergestellt. Das sichergestellte Fleisch war bis zu vier Jahre alt. Eine weitaus grössere Menge war bereits an 26 Betriebe in München geliefert worden und in den Verzehr gelangt. Deutschlandweit wurden weitere Fälle in diesem Zusammenhang bekannt.
Das Gammelfleisch im Kebab: Im Herbst 2006 werden in München etwa 100 Tonnen einer ursprünglich wesentlich grösseren Menge an verdorbenem Fleisch – darunter Döner- und Entenfleisch – sichergestellt. Das sichergestellte Fleisch war bis zu vier Jahre alt. Eine weitaus grössere Menge war bereits an 26 Betriebe in München geliefert worden und in den Verzehr gelangt. Deutschlandweit wurden weitere Fälle in diesem Zusammenhang bekannt.
Getty Images/Adam Berry
1 / 8

Mit dem Unternehmen mögen sich die Partnerfirmen optisch nicht mehr assoziieren. Innerhalb nur eines Tages sind die 16 Firmen, die das Bündner Fleischunternehmen Carna Grischa noch am Montag stolz als Geschäftsfreunde aufgeführt hat, verschwunden. Von Bell über Malbuner, Rapelli, Grischuna und Suttero bis hin zu Carna Gallo – sie alle drängten auf eine Löschung ihres ­Namens. Denn Carna Grischa steht für Falschdeklarationen im grossen Stil, eine womöglich ansteckende Gefahr für Lieferanten und Kunden.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.