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Fall Serono: Jetzt ist die Justiz am Zug

Die Arbeitnehmerorganisation «Angestellte Schweiz» reicht Klage beim Genfer Arbeitsgericht ein. Wird dieser stattgegeben, drohen Schadenersatzklagen.

In Genf stehen die Zeichen auf Sturm. Nach der angekündigten Schliessung von Merck Serono in Genf und dem lokalen Stellenabbau von fast 1300 Mitarbeitern reicht die Arbeitnehmerorganisation «Angestellte Schweiz» nun Klage beim Genfer Arbeitsgericht ein. Im Dokument, das Redaktion Tamedia vorliegt, klagen die Arbeitnehmervertreter auf die Feststellung, dass der Pharmakonzern Merck die gesetzlich angemessenen Fristen für die ordnungsgemässe Verständigung der Mitarbeiter nicht berücksichtigt habe.

Stimmt nicht, heisst es vom Konzern. Dessen Sprecher Gangolf Schrimpf zu Redaktion Tamedia: «Wir haben unsere Pläne zeitgerecht bekannt gegeben. Die Frist für die Konsultation begann am 24. April. In der Schweiz gilt eine Konsultationsfrist von zehn Arbeitstagen. Wir haben sogar 15 Arbeitstage gegeben. Demgemäss läuft am 16. Mai die Konsultationsfrist aus.»

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