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Feintool mit mehr Umsatz - Aussichten jedoch düsterer

Die Lysser Industriegruppe Feintool hat in den ersten neuen Monaten nochmals Gas gegeben und dank einer Übernahme deutlich mehr Umsatz erzielt. Doch mittlerweile sinkt der Auftragseingang.

Komponenten für die Autoindustrie: Hoch präzise Teile von Feintool finden sich etwa im Antrieb oder in Sitzverstellungen.
Komponenten für die Autoindustrie: Hoch präzise Teile von Feintool finden sich etwa im Antrieb oder in Sitzverstellungen.
Walter Pfäffli

Insgesamt erzielte Feintool bis Ende September einen Umsatz von 310,5 Millionen Franken. Das ist ein Plus von 15,4 Prozent, wie das Unternehmen am Dienstag bekannt gab. Ohne die Effekte aus dem Kauf des deutschen Umformspezialisten Herzing Schroth sowie dem Verkauf der IMA Automation Berlin wäre der Umsatz um 8,7 Prozent gewachsen.

Die Umsatzsteigerung in den ersten neun Monaten sei erfreulich, erklärte Verwaltungsratspräsident Alexander von Witzleben im Communiqué. Allerdings sei zu bedenken, dass sich die Wirtschaftslage in den letzten drei Monaten merklich abgekühlt habe. Sowohl Auftragseingang als auch Umsatz würden in einigen Regionen bereits schrumpfen.

Seit Ende Juni sei der Auftragsbestand um 9 Prozent auf 206,5 Millionen Fr. gesunken. Feintool verfüge im Segment Feinschneiden jetzt über einen Arbeitsvorrat von rund sechs Monaten. Im Segment Automation seien es zehn bis zwölf Monate.

Weniger neue Aufträge

Auch neue Bestellungen kommen spärlicher herein. Der Auftragseingang sei zwischen Januar und Ende September um 7,4 Prozent auf 297,2 Millionen Franken gesunken, hiess es.

Insgesamt zeigten sich grosse Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen, teilweise sogar zwischen den einzelnen Herstellern, äusserte sich von Witzleben: Auch die Nervosität der Märkte habe nochmals stark zugenommen.

«Fürs letzte Quartal erwarten wir eine weitere Abschwächung, da bereits viele Automobilhersteller für die Weihnachtszeit verlängerten Betriebsurlaub ankündigten», schreibt von Witzleben.

Dennoch hält Feintool an seinen Zielen fest. Man erwarte, einen Jahresumsatz von 400 Millionen bis 450 Millionen Franken und einen Betriebsgewinn (Ebit) von 4 bis 6 Prozent zu erwirtschaften.

SDA

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