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Finanzwelt: Weniger neue Jobs im Herbst

Im ersten Halbjahr hat die Finanzbranche viele neue Jobs geschaffen. Vor allem Vermögensverwalter waren gefragt. Im dritten Quartal schwächt sich das Job-Wachstum aber deutlich ab.

Begehrte Jobs: Börsenhändler bei der Arbeit.
Begehrte Jobs: Börsenhändler bei der Arbeit.

Seit Juni haben die Banken ihre Personalsuche deutlich gedrosselt, während die Versicherungen weiterhin eine wachsende Zahl von offenen Stellen ausgeschrieben haben – allerdings auf einem tieferen Niveau. Betrachtet man lediglich das 3. Quartal 2010, so zeigt sich, dass die Zahl der offenen Stellen in der Schweizer Finanzbranche kaum weiter wächst. Die Zahl aller offenen Jobs stieg um 152 auf ein Total von 4197. Das ist ein Plus von 3,75 Prozent.

Im 2. Quartal war noch ein Plus von 15 Prozent respektive von 537 offenen Stellen verzeichnet worden. Vor allem im Bankensektor hat sich die Personalnachfrage verlangsamt. Die nun gleichzeitig schwächere Dynamik an den Finanzmärkten dürfte zusätzlich dazu beitragen, dass sich der Bedarf an Personal auf dem aktuellen Niveau einpendelt

Besser als im Vorjahr

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der offenen Stellen in der Schweizer Finanzbranche aber erhöht. Auf den Webseiten von 1400 Banken, Versicherungen, Wirtschaftsprüfern und Beratungsfirmen waren Ende September 4197 Jobs ausgeschrieben. Das ist 56 Prozent mehr als im September 2009. Dies geht aus dem Finews-JobDirectory-Index hervor, der vierteljährlich veröffentlicht wird.

Die Banken in der Schweiz hatten Ende September insgesamt 1808 Stellen ausgeschrieben. Das sind mehr als doppelt so viele wie Ende September 2009. Damals waren es 893. Bei den Versicherungen war die Entwicklung schwächer. Bot die Assekuranz inklusive Krankenkassen im Herbst 2009 total 997 offene Jobs, waren es Ende September 2010 bereits 1158. Dies entspricht einem Plus von 16 Prozent. Die Zahl der Stellen in den übrigen Finanzfirmen (Wirtschaftsprüfung, Beratung, IT) stieg von 801 auf 1231 (+54 Prozent).

Vermögensverwalter brauchen Fachleute

Diese sprunghafte Entwicklung dürfte laut dem Finews-JobDirectory-Index auf die wachsenden Anforderungen in den Bereichen Compliance, Steuern und Regulation zurückzuführen sein. Die vorwiegend in der klassischen Vermögensverwaltung tätigen Institute benötigen Fachleute, um den neuen Anforderungen gewachsen zu sein. Gesucht sind Kundenberater, die deklarierte Vermögen betreuen.

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