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Frankenschock belastet Skyguide

Drei Viertel der Kosten und zwei Drittel der Einnahmen erfolgen bei der Schweizer Flugsicherung in Euro. Trotzdem ist das Resultat ansprechend.

Positives Jahresergebnis für die Flugsicherung Skyguide: Zuschauer beobachten das Treiben auf dem Flughafen Zürich. (17. März 2015)
Positives Jahresergebnis für die Flugsicherung Skyguide: Zuschauer beobachten das Treiben auf dem Flughafen Zürich. (17. März 2015)
Keystone

Die europäische Flugsicherung Eurocontrol spricht in einer Studie von der Schweiz als komplexestem Luftraum Europas. Dennoch seien 96,7 Prozent aller Flüge von der Flugsicherung pünktlich abgewickelt worden, schreibt Skyguide in einer Mitteilung. Die bereits hohe Pünktlichkeit habe aufrechterhalten werden können. Das Sicherheitsmanagement wiederum besitze einen «kontinuierlich hohen Reifegrad».

Nach einem Rückgang im Vorjahr nahmen die Flugbewegungen 2014 wieder um 1,3 Prozent zu. Insgesamt kontrollierte Skyguide 1,156 Millionen Flüge. Der Umsatz erhöhte sich um 2,8 Prozent auf 449,7 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis sank dagegen um 16,4 Prozent auf rund 28,1 Millionen Franken. Der Betriebsaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 Prozent auf 421,6 Millionen Franken.

Der starke Franken macht Sorgen

Einen Teil der Einnahmen aus den Streckenfluggebühren setzte Skyguide ein, um weiter Schulden abzubauen: Das kumulierte Defizit sei von 65,3 Millionen Franken auf 47,3 Millionen Franken reduziert worden, hiess es in der Mitteilung. «Trotz anhaltend schwierigen Bedingungen» sei es Skyguide gelungen, wie angekündigt die Anfluggebühren für die Flughäfen Zürich und Genf um zwei Prozent zu senken.

Sorgen bereitet Skyguide der starke Franken: Drei Viertel der Kosten erfolgten in Franken und zwei Drittel der Einnahmen in Euro, wird CEO Daniel Werder in der Mitteilung zitiert. Dennoch sei man «verhalten optimistisch» für 2015. Im Januar und Februar zumindest nahmen die Flugbewegungen im Schweizer Luftraum erneut leicht zu. Der «Trend des letzten Jahres» beim Luftverkehr habe fortgesetzt werden können.

Wechsel an der Spitze

Im Mai wird es bei Skyguide zu einem Wechsel im Verwaltungsrat kommen. Verwaltungsratspräsident Guy Emmenegger tritt auf die Generalversammlung am 5. Mai hin zurück, weil er dann die maximale Amtsdauer erreicht hat. Als seinen Nachfolger hat der Bundesrat den Chef des Spezialmaschinenherstellers Aebi Schmidt Holding, Walter Vogel, vorgeschlagen.

Dazu sollen zwei weitere Neue in den Verwaltungsrat einziehen, darunter eine Frau. Werde Cristina Feistmann gewählt, habe Skyguide die vom Bund geforderte Frauenquote von 30 Prozent für Verwaltungsräte bundesnaher Betriebe bereits erreicht, schreibt die Flugsicherung. Feistmann ist Rechtsanwältin. Sie arbeitete von 1998 an bis zum Ende der Swissair 2002 im Rechtsdienst der Fluggesellschaft. Danach war sie unter anderem in der Konzernleitung des Flugzeugabfertigers Swissport tätig.

SDA

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