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Gewinneinbruch bei Société Générale wegen Griechen-Ramsch

Wegen der Griechenlandkrise hat die französische Grossbank im dritten Quartal einen Gewinneinbruch um 30 Prozent auf 622 Millionen Euro hinnehmen müssen. Die Dividende wurde gestrichen.

Der Gewinn der zweitgrössten französischen Bank Société Générale ist im dritten Quartal wegen Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen eingebrochen.

Unter dem Strich verdiente das Institut noch 622 Millionen Euro, das sind 31 Prozent weniger als vor einem Jahr, wie die Bank am Dienstag mitteilte. Damit verfehlte die Bank die Erwartungen von Analysten.

Den Bestand ihrer griechischen Staatsanleihen wertete die Société Générale um weitere 333 Millionen Euro ab, im Vorquartal waren es bereits 395 Millionen Euro gewesen.

Keine Dividende

In diesem Jahr werde es keine Dividende geben, kündigte der Vorstand an. Damit will das Management die neuen Kapitalanforderungen bei einer marktgerechten Bewertung aller Staatsanleihen erfüllen, ohne auf Staatshilfe zurückgreifen zu müssen. Vorstandschef Frédéric Oudéa kündigte an, die Bank werde ihr Engagement in Staatsanleihen halbieren.

Die französischen Grossbanken Société Générale, Crédit Agricole und BNP Parisbas sind wegen ihres starken Engagements in Griechenland seit Anfang August stark unter Druck und haben mit erheblichen Kursverlusten an der Börse zu kämpfen. Um die Kernkapitalquote auf die von der EU geforderte Marke von 9 Prozent zu heben, benötigen Frankreichs Banken 8,8 Milliarden Euro.

AFP/bru

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