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Helvetia auf Einkaufstour bei der Konkurrenz

Die Helvetia expandiert: Für 302 Millionen Franken übernimmt sie zwei Töchter der Allianz Suisse. Mit dem Kauf erhofft sich die Versicherungsgesellschaft bessere Geschäfte in der Romandie.

Die Helvetia erhofft sich mit dem Kauf bessere Geschäfte in der Romandie: Finanzchef Paul Norton.
Die Helvetia erhofft sich mit dem Kauf bessere Geschäfte in der Romandie: Finanzchef Paul Norton.
Keystone

Die Versicherungsgruppe Helvetia übernimmt für 302 Millionen Franken von der Allianz Suisse die Schweizer Versicherungsgesellschaften Alba und Phenix.

Mit dem Kauf vergrössere die Helvetia vor allem ihr Geschäftsvolumen in der Schadenversicherung um über 25 Prozent, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Das gesamte Geschäftsvolumen der Helvetia Schweiz vergrössere sich inklusive Lebengeschäft um rund 6 Prozent. Der Kaufpreis könne über Eigenmittel finanziert werden.

Nicht-Lebensversicherer aus Basel

Die Alba ist ein schweizweit tätiger Nicht-Lebenversicherer mit Sitz in Basel, der im Jahr 2009 ein Prämienvolumen von 131,8 Millionen Franken und einen Gewinn von 26 Millionen Franken erwirtschaftete. Die in Lausanne ansässige Phenix ist im Geschäft mit Personen- und Schadenversicherungen aktiv. Sie wies 2009 ein Gesamtprämienvolumen von 87,1 Millionen Franken und einen Gewinn von 1,8 Millionen Franken aus.

Helvetia-Chef Philipp Gmür spricht von einer idealen Ergänzung für den Konzern. Zudem könne die Helvetia vor allem in der Romandie zulegen. Mittelfristig sollten Synergien erwirtschaftet und Effizienzgewinne realisiert werden, hiess es.

Vereinfachung der Strukturen

Allianz-Suisse-Chef Manfred Knof begründet den Verkauf in einer Medienmitteilung mit der Vereinfachung der Strukturen. Die Allianz Suisse Versicherungen, die Allianz Suisse Leben und die CAP Rechtsschutzversicherung bildeten heute bereits eine Betriebsgemeinschaft, während Alba und Phenix als selbstständige Einheiten aufträten.

Die Zustimmung der Aufsichtsbehörden vorausgesetzt, soll die Transaktion im Verlauf des vierten Quartals abgeschlossen werden. Die Helvetia rechnet für die Integration mit maximal drei Jahren.

SDA/mrs

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